BIP im ersten Quartal
Investitionen treiben Wachstum

Kräftige Investitionen der Unternehmen haben die deutsche Wirtschaft zu Jahresbeginn auf robustem Wachstumskurs gehalten: Nach Angaben des Statistischen Bundesamts wuchs das Bruuttoinlandsprodukt von Januar bis März um 0,5 Prozent. Die Zahl wäre noch höher ausgefallen, hätte es nicht eine „Bremse“ gegeben.

HB WIESBADEN. Ein kräftigeres Plus verhinderte die Zurückhaltung der Verbraucher, die wegen der höheren Mehrwertsteuer weniger konsumierten. „Die Wachstumsimpulse kamen im ersten Quartal 2007 vor allem von der weiterhin lebhaften Investitionstätigkeit“, hieß es. Dank voller Auftragsbücher steckten die Unternehmen preisbereinigt (real) 5,5 Prozent mehr in Ausrüstungen wie Maschinen und Anlagen als am Jahresende 2006.

Die Bauinvestitionen zogen begünstigt vom milden Winter um 3,5 Prozent an. Die Unternehmen stockten zudem ihre Lager kräftig auf. Das stimulierte das Wachstum ebenso wie höhere Konsumausgaben des Staates.

Dagegen bremste der private Konsum den Aufschwung merklich. Wegen der höheren Mehrwertsteuer gaben die Deutschen real 1,4 Prozent weniger für den Konsum aus. Auch die Exporte stimulierten das Wachstum anders als im Vorjahr nicht mehr, weil sie real um 1,2 Prozent sanken, die Importe aber gleichzeitig um 3,7 Prozent zulegten.

Der Aufschwung wird sich Ökonomen zufolge in den kommenden Monaten fortsetzen. „Das robuste Wachstum der Ausrüstungsinvestitionen ist ein Zeichen für die ausgesprochene Stärke des Aufschwungs“, sagte Sebastian Wanke von der DekaBank. „Wir haben einen Industrieboom.“ Angekurbelt werden dürfte die Konjunkturerholung dann wieder vom privaten Konsum. Mit den kräftigen Tariferhöhungen in vielen Branchen und der sinkenden Arbeitslosigkeit bleibe vielen Haushalten mehr Geld in den Taschen, sagte Ulrike Kastens von Sal. Oppenheim: „Das schafft Spielraum für den privaten Konsum“.

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