BIP-Neuberechnung: Sex, Koks und Waffen machen uns reicher

BIP-Neuberechnung
Sex, Koks und Waffen machen uns reicher

Von September an wird das Bruttoinlandsprodukt europaweit neu berechnet. Auch illegale Aktivitäten wie Drogenhandel und Prostitution fließen dann mit ein. Das könnte auch die Schuldenquote der EU-Staaten beeinflussen.
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DüsseldorfDie Welt ist dieselbe, doch mit größeren Zahlen sieht sie gleich viel schöner aus. Von September 2014 an muss eine neue europäische Richtlinie, genauer das Europäische System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG) 2010, umgesetzt werden.

Konkret werden Konzepte und Methoden, anhand derer die verschiedenen Wirtschaftsgrößen errechnet werden, aktualisiert. Bald zählen deshalb auch die Einnahmen aus Sex, Drogen und Schmuggelgeschäften zur nationalen Wertschöpfung. Manche EU-Staaten erhoffen sich dadurch erhebliche Steigerungen ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Während es bei den meisten Wirtschaftssektoren genügend Datenmaterial gibt, werden andere – wie eben die illegalen Aktivitäten – schlichtweg geschätzt. Für die Erfassung der geschmuggelten Zigaretten wird sprichwörtlich im Müll gewühlt: Der Deutsche Zigarettenverband sammelt monatlich mehr als 12.000 Zigarettenschachteln aus dem Abfall ein und analysiert ihre Steuerzeichen. Damit will der Verband herausfinden, wie viele Zigaretten in Deutschland geraucht werden, ohne dass sie hier versteuert wurden. Die Bundesstatistiker bedienen sich dieser Studie.

Der nationale Drogenkonsum und damit einhergehend die Produktion von Marihuana, Heroin, Kokain und anderer chemischer Suchtstoffe wird mithilfe des Epidemiologischen Suchtsurveys geschätzt. Diese Konsum-Mengen werden dann mit den handelsüblichen Straßenpreisen, welche das Bundeskriminalamt sammelt, hochgerechnet.

Prostitution darf seit 2002 in Deutschland zwar legal ausgeübt werden. Da sie in fast allen anderen EU-Staaten jedoch verboten ist, gehört das angeblich „älteste Gewerbe der Welt“ dennoch zu den illegalen Aktivitäten. Um herauszufinden, wie viel Geld tatsächlich mit käuflichem Sex verdient wird, bedienen sich die Statistiker anderer Schätzungen. So geht die Gewerkschaft Verdi etwa davon aus, dass in Deutschland rund 400.000 Prostituierte (darunter 20.000 Männer) gut 14,5 Milliarden Euro erwirtschaften.

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  • Unwert wird mit eingerechnet. Abschaum. Brutaler Internationaler Potenzmangel.

  • Tja, zu studienzeit wurde schon mit Drogen gehandelt um alles bezahlen zu können, hätte es mehr Unterstützung vom Staat gegeben währe das alles nicht passiert.

    Nach dem Studium sind die Drogen geblieben und die Drogenpenner unterwandern jetzt den Staat.

    Wer möchte den gerne von Drogenpenner regiert und beraten werden ohne soziale kompetenz wenn ich mal Fragen darf? Die Hartz4-Gesetze sind schon mal der erste Vorgeschmack.

    Da kommt noch richtig Horror auf die Bevölkerung zu.




  • @ossi

    Kein Zweifel. Beschäftigen Sie sich mal mit der frueheren Tätigkeit unseres Innenministers in den damaligen Neuen Bundes-Ländern und sie finden eine der Antworten.

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