BIP-Schub
US-Wirtschaft wächst stärker als erwartet

Hoffnungsschimmer für Amerika. Die US-Wirtschaft ist im zweiten Quartal stärker als erwartet gewachsen. Auch von der Jobfront kommen gute Nachrichten. Der Dax reagierte prompt und schob sich deutlich ins Plus.
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WashingtonDie US-Wirtschaft ist im zweiten Quartal 2011 etwas stärker gewachsen als bislang angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist von April bis Juni auf das Jahr hochgerechnet um 1,3 Prozent gestiegen, wie das US-Handelsministerium am Donnerstag in Washington in einer dritten Schätzung mitteilte. Damit wurden vorläufige Zahlen um 0,3 Punkte nach oben korrigiert.

Volkswirte hatten mit einem etwas schwächeren Wachstum um 1,2 Prozent gerechnet. Im ersten Quartal war die US-Wirtschaft um sehr schwache 0,4 Prozent gewachsen.

Leichte Entspannungssignale sendet auch der Arbeitsmarkt. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind in der vergangenen Woche deutlich stärker als erwartet gefallen. Im Wochenvergleich sei die Zahl um 37.000 auf 391.000 zurückgegangen, teilte das US-Arbeitsministerium mit. Volkswirte hatten einem Rückgang auf 420.000 Anträge gerechnet. Die Zahl in der Vorwoche wurde um 5.000 auf 428.000 nach oben korrigiert.

Die guten US-Daten gaben dem Dax neue Kraft und schoben ihn 1,2 Prozent ins Plus auf 5.643 Punkten. Sein Tageshoch markierte er bei einem Kurs von 5.651 Punkten. Die Indizes in der zweiten Reihe zogen ebenfalls an. Der MDax lag 0,5 Prozent im Plus auf 8.592 Punkte. Der TecDax konnte seine Verluste auf 0,8 Prozent bei einem Kurs von 680 Zählern reduzieren. Nach der Abstimmung des Bundestages zum EFSF verlor der TecDax zwischenzeitlich 1,3 Prozent.

Die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit in den USA hat erst am Mittwoch Notenbankchef Ben Bernanke veranlasst, Alarm zu schlagen. Er sprach von einer „nationalen Krise“. Seit April 2009 seien über neun Prozent der Amerikaner ohne Job. Etwa 45 Prozent der Arbeitslosen hätten länger als ein halbes Jahr keine Stelle. „Das ist ohne Beispiel“, sagte Bernanke am Mittwochabend (Ortszeit) in Cleveland.

In der vergangenen Woche hatte die US-Notenbank beschlossen, die Konjunktur durch den Tausch von Anleihen zu stützen. Sie will dabei kurz laufende Anleihen aus ihrem Bestand verkaufen und dafür lang laufende Anleihen kaufen. Ziel dieser Operation ist es, den langfristigen Zins weiter zu senken. Bernanke hat allerdings bereits in der Vergangenheit davor gewarnt, dass die Geldpolitik kein Allheilmittel sei.

Auch die Politik könne einiges beitragen, um die Konjunktur zu stützen. Maßnahmen zur „Erholung des Immobilienmarktes würden sicherlich nützlich sein“, sagte der Fed-Chef am Mittwochabend.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " BIP-Schub: US-Wirtschaft wächst stärker als erwartet"

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  • Großes Kompliment an die Moderatoren hier, sehr mutig die Kommentare nicht so zu zensieren wie offensichtlich in anderen MainStreamPortalen. So können die Leser selbst entscheiden was richtig und was falsch ist. Auf das Bauchgefühl sollten wir uns viel mehr verlassen, und auf gesunden Menschenverstand.

    Eine gute Zeit!!!

  • ---@ Globale_Bankster

    Die Medien haben die aufgabe den bewusstsen uns stets sehr bewussten Bürger einzulullen.

    Wehe dem, der es wagt, die Wahrheit zu schreiben / sagen. Besonders aber, wenn es um brisante Themen geht.

    Kontrolle der Medien
    Tatsächlich berichteten nur ganz wenige Mainstreammedien über das Bilderberg-Treffen Anfang Juni in Sitges (Spanien), dies auch nur dahingehend, dass dieses Treffen stattfindet. Inhaltlich wurde jedoch nichts berichtet. Von den großen Nachrichtensendern war außer Charley Skelton ("Guardian") und jemand von "Russia Today" niemand anwesend. Warum wohl ? Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: Wie die Medien Bilderberg verschweigen
    bilderberg2007.blogspot.com, BILDERBERG UND DIE MASSENMEDIEN (Daniel Estulin)

    Und wer als Journalist um seine Karriere oder gar Leben bangt, soltle wissen, wann er besser den Mund hält.

  • Werden in den Medien absichtlich die falschen Fragen gestellt???

    Sind die privaten Konzernmedien da um uns zu informieren oder um uns abzulenken und eine bestimmte Meinung einzutrichtern?

    Wem gehören eigentlich weltweit die Medien AGs???

    Wer die Information kontrolliert, kontrolliert alles!!!

    Sind Politiker, Konzern- und Medienbosse nur Marionetten der globalen Hochfinanz?

    Wer die Grundursache unserer Probleme verstehen will sollte unser Schuldgeldsystem analysieren.

    Wie entsteht Geld???

    Schaffen Banken Geld aus dem nichts??

    Hat der Staat den privaten Geschäftsbanken das Monopol der Geldschöpfung erteilt?

    Spielt es eine Rolle was die Welt kosten, wenn private Banken Geld aus dem nichts schöpfen können?

    Gehört die Welt ( Medienkonzerne, Energiekonzerne, Lebensmittelkonzerne, Pharmakonzerne, etc. ) den Banken?

    Wessen Interessen vertreten unsere Politiker, während sie das Geldsystem niemals hinterfragen?

    Welches Problem entsteht, wenn die Geldmenge verzinst wird und es keine neuen Schuldner gibt die die Zinsen zahlen?

    Ist die weltweite Verschuldung Systembedingt?

    Ist unser Zinsgeldsystem die Ursache für die immer größer werdende Schere zwischen Arm und Reich?

    Werden wir vom Staat und den privaten Banken ausgebeutet?


    Wer wissen will in was für einer manipulierten Scheinwelt wir leben, sollte folgende Seite besuchen:

    www.steuerboykott.org


    Dieser Kommentar wurde von FAZ.net, Süddeutsche.de, welt.de, focus.de und Zeit.de nicht veröffentlicht, Zensur!!! ( Bei Handelsblatt wird er später auch gelöscht, warum? )

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