BIP
Spanien weiter im Konjunkturtal

Die von der Finanz- und Immobilienkrise gebeutelte Wirtschaft Spaniens findet nicht aus dem Konjunkturtal. Das BIP im zweiten Quartal fällt mager aus. Von Rezession woll die Regierung aber noch nichts hören.

HB MADRID. Das lange Jahre mit stabilen Wachstumsraten glänzende Land legte im Frühjahr beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) nur noch magere 0,1 Prozent zu, wie das Nationale Statistikamt in einer zweiten Schätzung mitteilte. Im ersten Quartal war das Plus mit 0,3 Prozent nur wenig höher.

Die Regierung geht dennoch davon aus, dass keine Rezession - also zwei Quartale mit schrumpfender Wirtschaft - droht: "Bei der vorliegenden Datenlage gehen wir nicht davon aus, dass es dazu kommt", sagte Wirtschaftsstaatsekretär David Vegara im Madrid. Im Herbst sei mit einem ähnlichen Wachstum wie im ersten Halbjahr zu rechnen, sagte Vegara. Manche Experten sind deutlich pessimistischer. "Ich gehe von einem Minus im Herbst- und Winterquartal aus", sagte Carlos Maravall von der Beratungsgesellschaft AFI.

Spaniens Wirtschaft leidet besonders unter den Folgen einer geplatzten Immobilienblase, die ein jähes Ende des jahrelangen Baubooms zur Folge hatte. Die Investitionen in dem Sektor sind im Frühjahr erstmals seit zwölf Jahren geschrumpft. Die Regierung in Madrid hat ein Konjunkturprogramm im Volumen von 40 Milliarden Euro aufgelegt, um sich gegen den Abschwung zu stemmen.

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