BIP-Sprung: Italiens Wirtschaft brummt

BIP-Sprung
Italiens Wirtschaft brummt

Italiens Wirtschaft ist im zweiten Quartal etwas stärker gewachsen als zunächst angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg zwischen April und Juni um 0,5 Prozent zum Vorquartal, wie das italienische Statistik-Institut am Freitag in Rom mitteilte.
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HB ROM. In einer vorläufigen Schätzung war zuvor ein Plus von 0,4 Prozent veranschlagt worden.

Die Industrie in dem südeuropäischen Land startete unterdessen verhalten in das dritte Quartal. Der Ausstoß stieg im Juli überraschend nur um 0,1 Prozent. Experten hatten mit einem Plus von 0,5 Prozent gerechnet. Italien folgte damit einem Trend, der sich bereits in der deutschen Industrie gezeigt hatte, deren Produktion zu Beginn des zweiten Halbjahres ebenfalls nahezu auf der Stelle trat.

"Die Daten aus Deutschland und Italien lassen darauf schließen, dass die weltweite Nachfrage an Schwung verliert", sagte Ökonom Gilles Moec von der Deutschen Bank. Gegen den Trend legte das Verarbeitende Gewerbe in Frankreich jedoch um 0,9 Prozent zu. Nach Ansicht Moecs reagiert die französische Wirtschaft jedoch weniger sensibel auf Nachfrageschwankungen auf den Weltmärkten als der exportorientierte Nachbar Deutschland.

Von Reuters befragte Volkswirte gehen davon aus, dass die Industrieproduktion in der Euro-Zone im Juli um 0,3 Prozent zugelegt haben dürfte, nach einem Minus von 0,1 Prozent im Juni. Die Daten aus Brüssel werden am 13. September vorgelegt.

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