BIP steigt im 2. Quartal um 2,4 Prozent
Konjunktur in USA gewinnt an Fahrt

Das Wirtschaftswachstum in den USA hat sich im zweiten Quartal überraschend stark beschleunigt. Maßgeblicher Faktor war nach Angaben des US-Handelsministeriums ein kräftiger Zuwachs der Rüstungsausgaben im Zusammenhang mit dem Irak-Krieg. Die Ausgaben stiegen so stark wie seit mehr als 50 Jahren nicht mehr.

Reuters WASHINGTON. Die Daten nährten am Donnerstag an den Börsen weltweit die Hoffnungen auf eine Konjunkturbelebung der weltgrößten Volkswirtschaft und ließen die Kurse steigen. Volkswirte gehen davon aus, dass sich die Wachstumsbeschleunigung in den USA binnen eines halben Jahres auch in Deutschland niederschlägt.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der weltgrößten Volkswirtschaft stieg nach vorläufigen Berechnungen zum Vorquartal mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 2,4 % nach plus 1,4 % im letzten Quartal, wie das US-Handelsministerium mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Wachstum von lediglich 1,5 % gerechnet.

Die Rüstungsausgaben stiegen nach Angaben des Ministeriums vor allem im Zuge des Irak-Kriegs um 44,1 % und damit so stark wie seit dem Korea-Krieg Anfang der fünfziger Jahre nicht mehr. Auch die bislang schwache Investitionstätigkeit der Unternehmen erholte sich etwas im zweiten Quartal. „Ansonsten zeigt sich, dass der private Verbrauch leicht stützend gewirkt hat“, sagte Volkswirt Carsten Demski von der Bankgesellschaft Berlin. Die Steuererleichterungen durch die US-Regierung dürften seinen Worten zufolge zusätzlich zur erwarteten Konjunkturbelebung beitragen.

Auch neue US-Arbeitsmarktdaten fielen besser aus als erwartet. So lag die Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche mit 388 000 unter der durchschnittlichen Analystenprognose von 400 000. Die Kurse der Terminkontrakte auf die maßgeblichen US-Börsenbarometer schnellten nach Veröffentlichung der Daten hoch. In Frankfurt drehte der Dax ins Plus. Der Dollar legte zum Euro vorübergehend zu. Die Staatsanleihen beiderseits des Atlantiks verzeichneten dagegen Kursverluste.

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