BIP und Ifo-Index
Sorge vor Abschwung in der Eurozone

Das Wirtschaftswachstum in den zwölf Euroländern hat sich einer aktuellen Statistik zufolge im Sommer überraschend deutlich abgeschwächt. Auch der Wirtschaftsklima-Index des Ifo-Instituts für die Eurozone ging zurück. Die Sorge vor einem wirtschaftlichen Abschwung drückte die Stimmung in den Unternehmen.

HB LUXEMBURG. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Eurozone sei im dritten Quartal um 0,5 Prozent zum Vorquartal gestiegen, teilte die Statistikbehörde Eurostat in einer Schnellschätzung mit. Im zweiten Quartal hatte das Wachstum 0,9 Prozent betragen.

Gemessen am Vorjahr wuchs die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal um 2,6 Prozent, nach 2,7 Prozent im Vorquartal. Volkswirte hatten ein Plus von 0,7 Prozent im Monatsvergleich beziehungsweise 2,8 Prozent im Jahresvergleich erwartet.

Die Sorge vor einem wirtschaftlichen Abschwung drückte die Stimmung in der europäischen Wirtschaft. Der vierteljährlich ermittelte Wirtschaftsklima-Index des Ifo-Instituts für die Eurozone ging im vierten Quartal von 101,7 auf 97,5 Punkte zurück. Zwar beurteilten die befragten Unternehmen ihre derzeitige Lage deutlich besser als im Sommer. Die Erwartungen für die nächsten sechs Monate trübten sich aber drastisch ein, der entsprechende Index fiel von 96,1 auf 74,4 Punkte ab.

„Die neuen Umfrageergebnisse sprechen für eine Fortsetzung des Konjunkturaufschwungs, der sich im Laufe des ersten Halbjahres 2007 jedoch abschwächen wird“, sagte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn. Mit einer wirtschaftlichen Abkühlung rechnen die ifo- Experten im ersten Halbjahr vor allem in Deutschland, Belgien und Spanien.

Ihre aktuelle Lage stuften die befragten Experten großer Unternehmen in fast allen Ländern besser ein als bei der vorangegangen Befragung. Überdurchschnittlich positiv äußerten sich die Firmen in Deutschland, Irland, Finnland, den Niederlanden, Österreich, Spanien und Belgien. Lediglich in Portugal fiel das Urteil über die Wirtschaftslage schlecht aus.

Die Aussichten für die kommenden Monate wurden in den meisten Ländern sehr verhalten gesehen. Lediglich in Griechenland und Österreich äußerten sich die Befragten etwas optimistischer als im dritten Quartal

.

Für den Ifo-Index Euroraum befragen die Wirtschaftsforscher einmal pro Quartal rund 250 Experten multinationaler Konzerne und Institutionen. Die Ergebnisse fließen in die Ifo-Umfrage zur Weltkonjunktur ein, die am 21. November veröffentlicht wird.

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