BIP
US-Wirtschaft mit schwächstem Wachstum seit drei Jahren

Die US-Wirtschaft hat im dritten Quartal stärker als erwartet an Dynamik verloren, vor allem als Folge einer deutlichen Korrektur am überhitzten Immobilienmarkt. Es war das schwächste Wachstum seit mehr als drei Jahren.

HB WASHINGTON. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der weltgrößten Volkswirtschaft stieg mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 1,6 Prozent nach 2,6 Prozent im Vorquartal, wie das US-Wirtschaftsministerium am Freitag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 2,2 Prozent gerechnet. Das war das schwächste Wachstum seit mehr als drei Jahren.

Der für die Inflationsentwicklung in den USA wichtige Kernpreisindex auf Basis der Konsumausgaben stieg um annualisiert 2,3 Prozent. Im Vorquartal hatte er um 2,7 Prozent zugelegt. Dieser Index ist für die US-Notenbank Fed ein zentraler Inflationsindikator.

Die Konsumausgaben, die fast 70 Prozent der US-Wirtschaft ausmachen, legten annualisiert um 3,1 Prozent zu, nachdem sie im Vorquartal um 2,6 Prozent gewachsen waren. Damit lieferte diese BIP-Komponente einen Beitrag von 2,13 Prozentpunkten zum Gesamtwachstum von 1,6 Prozent. Der Beitrag im zweiten Quartal hatte bei 1,81 Punkten gelegen.

Die Wohnbauinvestitionen verzeichneten den stärksten Einbruch seit dem ersten Jahresviertel 1991 und fielen um 17,4 Prozent . Das BIP-Wachstum wurde damit um 1, 12 Punkte gebremst. Bereits im zweiten Quartal waren die Investitionen in den Wohnbau um 11,1 Prozent gefallen.

Die Ausgaben der Unternehmen kletterten um 8,6 Prozent , während sich der Lageraufbau verlangsamte. Die Lagerbestände wuchsen um 50,7 Mrd US-Dollar, nach einem Zuwachs von 53,7 Mrd US-Dollar im Vorquartal. Analysten hatten wegen der Produktionsrückstände in der Automobilindustrie einen viel geringeren Wert erwartet. Der Lageraufbau bremste das Wwachstum nur um 0,10 Prozentpunkte.

Die Exporte nahmen im Berichtszeitraum um 6,5 Prozent zu, während die Importe um 7, 8 Prozent wuchsen. Die Ausfuhren lieferten damit einen Wachstumsbeitrag von 0,70 Punkten, die Einfuhren zogen hingegen einen Wachstumsverlust von 1,28 Punkten nach sich.

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