Boštjan Jazbec: EZB-Ratsmitglied plädiert für größeren Euro-Raum

Boštjan Jazbec
EZB-Ratsmitglied plädiert für größeren Euro-Raum

Der slowenische Zentralbankchef Boštjan Jazbec tritt für eine Erweiterung der Euro-Zone ein. Am Abstimmungsmodus im Rat will er aber nichts ändern. Dies hätte auch Folgen für das Stimmrecht der Bundesbank im EZB-Rat.
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DüsseldorfDer slowenische Zentralbankchef Boštjan Jazbec hält Warnungen vor einem schnellen Preisverfall in der europäischen Währungsunion für überzogen. „Ich sehe keine Deflationsgefahr“, sagte Jazbec, der auch Mitglied des Rates der Europäischen Zentralbank (EZB) ist, im Interview mit der digitalen Tageszeitung „Handelsblatt Live“ (Montagmittagausgabe). „Dennoch sollten wir ein solches Szenario sehr ernst nehmen“, schränkte der Notenbanker ein. Die EZB hatte zuletzt in ihrem Monatsbericht angekündigt, die Inflation werde in den nächsten Monaten deutlich unter zwei Prozent liegen.

Jazbec, der dem obersten Beschlussgremium der EZB seit vergangenem Jahr angehört, spricht sich trotz der anhaltenden Schwierigkeiten im Euro-Raum für eine Erweiterung der Währungsunion aus. „Ich würde sehr unglücklich sein, wenn wir die europäische Währungsunion nicht erweitern würden“, sagte der enge Vertraute der slowenischen Regierungschefin Alenka Bratušek. „Wenn ein Land die Voraussetzungen erfüllt und die Regeln respektiert, sollte es selbstverständlich die Möglichkeit haben, der Euro-Zone beizutreten.“

Eine Änderung des Abstimmungsmodus im EZB-Rat, dem obersten Beschlussorgan der Europäischen Zentralbank, lehnt Jazbec ab. „Als Zentralbankchef eines kleinen Landes bin ich ziemlich glücklich mit dem bisherigen Regelwerk“, sagte das EZB-Ratsmitglied. „Ein Land, ein Stimme – das gibt der EZB auch Raum für frische und fruchtbare Diskussionen, von denen alle Euro-Länder profitieren.“

Das vollständige Interview lesen Sie bei Handelsblatt Live, einer dreimal täglich aktualisierten Digitalzeitung, die über eine App für iPad und Android verbreitet wird.

Kommentare zu " Boštjan Jazbec: EZB-Ratsmitglied plädiert für größeren Euro-Raum"

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  • Dazu muss man zuerst Regierung und Parlament bestechen, dann klappt's wie geschmiert.

    Ist es nicht traurig, dass wir so über unsere Politiker denken?

  • Vielleicht sollten sich die Bundesländer auch von der Bundesrepublik trennen, dann passt''s doch.

  • Die Pleitestaaten und Abzockerstaaten sollen sich einen eigenen Peuro anschaffen. Das Gebilde des Einheitseuros wird sowieso zusammenkrachen, ebenso wie die Diktat-EU. Wir Bürger müssen die EU-kritischen Parteien und Bewegungen wählen, damit alles einen vernüftigen Neuanfang bekommt. Die Blockparteien sind in ihrem Euro- und EU-Wahn gefangen und schaden den Völkern. Freiheit, Demokratie, Mitbestimmung, Eigenverantwortung der Länder, Schutz vor der Schuldenvergemeinschaftung wie vor Machtgier und Größenwahn brauchen diesen Neuanfang! Im Mai ist Zahltag!

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