Branchentrend: Euro-Zonen-Industrie startet mit Auftragsflaute

Branchentrend
Euro-Zonen-Industrie startet mit Auftragsflaute

Die Industrie in der Euro-Zone ist anders als die Branche in Deutschland mit einer Auftragsflaute ins Jahr gestartet. Grund zur Sorge gebe es aber nicht, so ein Experte.
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BerlinDie Staaten im Währungsgebiet sammelten im Januar nur 0,1 Prozent mehr Bestellungen ein als Ende 2010, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten mit einem Plus von 1,5 Prozent gerechnet. Allerdings wurde der Zuwachs vom Dezember auf 2,7 Prozent hochrevidiert. „Es gibt keinen Grund zur Sorge“, sagte Commerzbank-Analyst Christoph Weil. „Bei der Industrieproduktion zeigt der Trend nach oben.“

Für die Firmen in Deutschland lief es zum Jahresauftakt genau umgekehrt: Sie hatten im Dezember ein deutliches Minus zum Vormonat verbucht und steigerten ihr Neugeschäft im Januar kräftig um 2,9 Prozent.

Insgesamt läuft es in der Euro-Zone aber deutlich besser als noch zu Krisenzeiten, wie der Vorjahresvergleich zeigt: Der Auftragseingang lag 20,9 Prozent über dem Niveau von Januar 2010. Die ersten zwei Monate des Jahres dürften sehr stark gewesen sein, betonte Carsten Brzeski von der ING Bank. Entscheidend sei, ob im März der gestiegene Ölpreis und die Katastrophe in Japan die Produktion belastet haben. „Das wird die Stimmungsindikatoren drücken“, befürchtet der Analyst.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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