Bruttoinlandsprodukt
Aufschwung verliert an Kraft

Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft hat sich im Frühjahr verlangsamt. Das Bruttoinlandsprodukt stieg so gering an wie seit Ende 2005 nicht mehr, teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit. Woher dennoch positive Impulse kamen und wie die Chancen im zweiten Halbjahr stehen.

HB WIESBADEN. Im zweiten Quartal legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal saison- und kalenderbereinigt real um 0,3 Prozent zu, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Das war der geringste Zuwachs seit Ende 2005. Im ersten Quartal war die Wirtschaftsleistung noch um 0,5 Prozent gestiegen.

Wichtigster Antriebsmotor waren die boomenden Exporte. Auch aus dem Inland kamen laut Statistik positive Impulse, jedoch in geringerem Umfang. Während die Unternehmen in Maschinen und Ausrüstungen deutlich mehr investierten, waren die Bauinvestitionen rückläufig. Das BIP misst den Wert der im Inland erwirtschafteten Leistung.

2006 ist die deutsche Wirtschaft schneller gewachsen als bislang bekannt. Die Statistiker revidierten ihre Berechnungen für das vergangene Jahr von 2,8 auf 2,9 Prozent nach oben - das war das stärkste Wachstum seit sechs Jahren.

Trotz der Delle im Frühjahr sind die Chancen gut, dass die Konjunktur im zweiten Halbjahr wieder zulegt und 2007 mit rund 2,5 Prozent wachsen wird - vorausgesetzt, die Turbulenzen an den Finanzmärkten dämpfen nicht das Wachstum.

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