Bruttoinlandsprodukt soll nur um 1,3 Prozent wachsen
EZB senkt die Wachstumsprognose

Wegen der hohen Ölpreise hat die Europäische Zentralbank (EZB) zum dritten Mal in diesem Jahr ihre Wachstumsprognose für den Euro-Raum gesenkt.

HB FRANKFURT. Das Bruttoinlandsprodukt werde 2005 voraussichtlich nur um 1,3 statt 1,4 Prozent wachsen, sagte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet nach der EZB-Ratssitzung vor der Presse in Frankfurt. Für 2006 rechnen die Notenbanker nur noch mit 1,8 statt 2,0 Prozent Wachstum. Die Inflationsrate werde in diesem Jahr mit 2,2 Prozent (statt 2,0) die entscheidende Schwelle überschreiten.

Trichet hatte auch die neutrale geldpolitische Haltung der Europäischen Zentralbank (EZB) betont. „Ich kündige keine Zinserhöhung und keine Zinssenkung an“, sagte Trichet am Donnerstag „Es gibt keinen Anlass für eine Zinsänderung in diesem Moment, wir müssen gleichzeitig Wachsamkeit demonstrieren“, fügte der EZB-Präsident hinzu. „Wir müssen permanent wachsam sein wegen Zweitrundeneffekten.“

Die EZB hatte zuvor den Leitzins von zwei Prozent wie erwartet unverändert gelassen. An den Finanzmärkten war nicht mit einer Zinsänderung gerechnet worden. Die meisten Analysten erwarten höhere Zinsen erst Mitte 2006, wenn sich die wirtschaftliche Erholung festigen sollte. Die EZB hält die Zinsen schon seit Juni 2003 auf dem historisch niedrigen Niveau, da die Inflationsgefahr angesichts der instabilen Konjunktur begrenzt ist.

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