Budget 2005: Haushaltsloch fiel kleiner aus als befürchtet

Budget 2005
Haushaltsloch fiel kleiner aus als befürchtet

Das deutsche Staatsdefizit ist 2005 kleiner ausgefallen als zunächst befürchtet - weil der Staat mehr einnahm und weniger ausgab als geplant. Der Hoffnungsschimmer änderte aber nichts daran, dass Deutschland zum vierten Mal in Folge die Maastricht-Kriterien verletzte.

HB WIESBADEN. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, belief sich das Loch in der Staatskasse auf 3,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Zunächst hatten die Statistiker 3,5 Prozent berechnet. Deutschland verletzt seit 2002 die Vorgaben des Maastricht-Vertrages, wonach sich das Minus auf maximal drei Prozent des BIP belaufen darf.

Das Haushaltsloch des Staates summierte sich auf 74,5 Milliarden Euro. Der Staat gab mit 1 049 Milliarden Euro mehr aus als er einnahm (knapp 975 Milliarden Euro). Das größte Defizit verbuchte der Bund mit minus 49,6 Milliarden Euro, gefolgt von den Ländern mit 19,6 Milliarden Euro. Die Gemeinden hatten unter dem Strich ein Minus von 2,0 Milliarden Euro und die Sozialversicherung von 3,4 Milliarden Euro.

Das geringere Defizit ergibt sich nach Angaben der Statistiker aus höheren Einnahmen - unter anderem aus Steuern - und niedrigeren Ausgaben des Bundes im vergangenen Jahr. Die Ausgaben lagen im Vergleich zur Januarschätzung um 3,1 Milliarden Euro höher, während 0,4 Milliarden Euro weniger ausgegeben wurden. Das Finanzierungsdefizit des Staates sei dadurch um 3,5 Milliarden Euro geringer als zunächst angenommen.

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