Bundesagentur für Arbeit
Nachfrage nach Arbeitskräften geht weiter zurück

Die Unternehmen in Deutschland suchen angesichts der schwersten Rezession in der Geschichte der Bundesrepublik immer weniger neue Mitarbeiter. Ein entsprechender Stellenindex der die Bundesagentur für Arbeit (BA) gab im März bereits den zehnten Monat in Folge nach – um vier auf 137 Punkte.

HB BERLIN. Verglichen mit dem Vorjahr liegt das Barometer um 35 Punkte tiefer, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) mit. Damit fiel die Arbeitskräftenachfrage auf das Niveau vom Frühjahr 2006 zurück. „Auch in den kommenden Monaten ist deshalb mit einem weiteren Beschäftigungsrückgang zu rechnen.“

Die Bundesagentur gibt am Dienstag die Arbeitslosenzahlen für März bekannt. Experten erwarten, dass entgegen dem üblichen Trend für die Jahreszeit dieses Mal allenfalls ein leichter Rückgang oder sogar eine Zunahme der registrierten Erwerbslosenzahl zu verzeichnen ist.

Ein Grund dafür wäre neben der Wirtschaftsflaute auch das im Vergleich zu den Vorjahren relativ lang anhaltende Winterwetter. Angesichts der einbrechenden Nachfrage nach Produkten Made in Germany drosseln viele Industriefirmen ihren Ausstoß und schicken ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit. Inzwischen haben die ersten Firmen Massenentlassungen angekündigt.

Experten gehen von einem kräftigen Anstieg der von Saisonfaktoren bereinigten Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten aus. Nach Einschätzung des Forschungsinstituts der BA könnte zum Jahresende unter schlechten Bedingungen die Marke von vier Millionen Arbeitslosen erreicht werden.

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