Bundesagentur für Arbeit
Wirtschaftslage drückt weiter auf Arbeitsmarkt

Die Konjunkturkrise und der harte Winter haben im Februar erneut für einen Anstieg der Arbeitslosigkeit gesorgt. Befürchtungen eines regelrechten Dammbruchs am Arbeitsmarkt bewahrheiten sich indes bisher noch nicht.

BERLIN. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen erhöhte sich gegenüber Januar zwar um gut 66 000 auf 3,55 Millionen, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag mitteilte. Sie fiel sogar etwas günstiger aus, als viele Volkswirte erwartet hatten.

Gleichzeitig wachsen damit Hoffnungen, dass sich der private Konsum auch im Jahresverlauf noch weiter als hilfreiche Konjunkturstütze erweisen könnte. Dies gilt umso mehr, als sich die Kauflaune der Deutschen nach neuen Daten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Februar überraschend sogar leicht verbessert hat. Zwar hatte sich die Konsumstimmung auch schon in den Vormonaten unverhofft robust gehalten. Allerdings wurde dieser Befund stets mit dem Hinweis relativiert, dass das Klima im Zuge steigender Arbeitslosigkeit rasch kippen könne.

Offensichtlich hat der seit Dezember laufende Anstieg der Arbeitslosigkeit zumindest bisher noch nicht die kritische Schwelle überschritten. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) sieht die aktuelle Entwicklung am Arbeitsmarkt auch weiter in Einklang mit der jüngsten Projektion der Regierung. Danach würde sich die Arbeitslosenzahl im Jahresmittel bei etwas über 3,5 Millionen einpegeln.

Das wären zwar 250 000 mehr als im vergangenen Jahr. Eine Reihe von Forschungsinstituten geht jedoch bereits von einem weitaus stärkeren Anstieg in Richtung vier Millionen aus. BA-Chef Frank-Jürgen Weise wagte dagegen sogar die Prognose, dass die Arbeitslosenzahl bis Herbst die Vier-Millionen-Marke nicht einmal in einzelnen Monaten überschreiten werde – sofern sich die Talfahrt der Konjunktur nicht noch unerwartet drastisch beschleunigt.

Dabei kommt allerdings dem Instrument der Kurzarbeit schon jetzt eine immer stärkere Pufferfunktion zu. Nach ersten Hochrechnungen erwartet die BA, dass Unternehmen allein im Februar für bis zu 670 000 Arbeitnehmer neu konjunkturbedingte Kurzarbeit angemeldet haben. Dies wären mehr als doppelt so viele wie in den Vormonaten – im Januar und im Dezember waren jeweils knapp 300 000 Arbeitnehmer neu zur Kurzarbeit angemeldet worden.

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