Business-Monitor International
Volle Kraft auf Wachstumskurs

Kostensenkung rückt immer mehr in den Hintergrund, zumindest, was die Expansionsstrategien deutscher Unternehmen betrifft. Dabei setzen die Konzerne darauf, die Auslandsmärkte über Produkt- und Serviceinnovationen für sich zu erobern. Insgesamt profitieren die Firmen von „guter Führung“.

DÜSSELDORF. Mit Blick auf die starke Konjunktur richten Deutschlands Manager die Unternehmensstrategien noch stärker auf Wachstum aus. Damit zeigen sie sich deutlich optimistischer als Entscheider in Frankreich, Großbritannien, Italien und der Schweiz. Zugleich beobachten viele deutsche Manager aber, dass ihre Wachstumspläne durch Fachkräftemangel und schwerfällige Organisation der Unternehmen gebremst werden.

Das sind Kernergebnisse aus dem aktuellen Handelsblatt Business-Monitor International. Für die Untersuchung wurden im Juni im Auftrag des Handelsblatts und der Unternehmensberatung Droege & Comp 1 192 Führungskräfte aus sechs europäischen Ländern befragt (Details dazu im Text rechts). Wie im vorigen Jahr ging es um die Prioritäten in den Strategien der Firmen.

Im Vergleich zu 2006 zeigt sich, dass Projekte zur Kostensenkung bei den deutschen Unternehmen in den Hintergrund rücken. Für 49 Prozent der befragten heimischen Manager hat derzeit die Beschleunigung des Wachstums Priorität. 24 Prozent gaben an, Wachstum und Kostensenkungen spielten bei ihnen eine gleich starke Rolle. Die Relationen haben sich damit im Vergleich zu 2006 deutlich verschoben (Details siehe Grafik).

„Der stärkere Fokus auf Wachstum ist notwendig, denn in der jetzigen Phase werden die Märkte gemacht“, sagt Juan Rigall, Geschäftsführer bei Droege & Comp. Gerade die deutschen Unternehmen hätten in den vergangenen Jahren auf der Kostenseite ihre Hausaufgaben gemacht und profitierten nun davon. In puncto Kostensenkung haben Firmen in den anderen untersuchten Ländern aber offensichtlich noch Nachholbedarf. Vor allem italienische Manager verfolgen Wachstum und Kostensenkungsprojekte derzeit mit gleichem Druck, in den anderen Ländern – bis auf Österreich – zeigt sich ein ähnliches Bild.

Die Stoßrichtung der deutschen Unternehmen lautet: Wachstum auf Auslandsmärkten über Produkt- und Serviceinnovationen. Der aktuelle Business-Monitor zeigt aber, dass die Bereitschaft zu Übernahmen im Vergleich zu 2006 gestiegen ist: 28 Prozent der deutschen Manager zählen Akquisitionen zu ihren wichtigsten Mitteln bei der geplanten Beschleunigung des Wachstums. „Viele Firmen erkennen, dass organisches Wachstum an Grenzen stößt“, sagt Droege-Geschäftsführer Rigall. „Wer jetzt schnellen Zugang zu Auslandsmärkten sucht oder eine passende Technologie haben will, muss auch Übernahmen prüfen.“ 36 Prozent der österreichischen Manager gaben in der Umfrage ebenfalls an, verstärkt Akquisitionen ins Auge zu fassen. Die Manager in den anderen vier Ländern setzten dagegen – neben den Produktinnovationen – eher auf Allianzen und Partnerschaften.

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