Arbeit der Minister
Manager loben die Bundesregierung

Das Krisentandem kann sich freuen: Im neuen Handelsblatt Business Monitor belegen Angela Merkel (CDU) und Peer Steinbrück (SPD) die Spitzenplätze. Insbesondere der Finanzminister legt in den Sympathiewerten deutlich zu und ist derzeit der beliebteste SPD-Politiker - vor Kanzlerkandidat Steinmeier.
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BERLIN. Deutschlands Topmanager honorieren das Vorgehen von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück und Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Finanzkrise. Beide gewannen deutlich an Zustimmung im Vergleich zur letzten Befragung im September, die noch kurz vor den dramatischen Verwerfungen an den Weltfinanzmärkten stattfand. Das ist das Ergebnis des Handelsblatt Business-Monitors, einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Psephos unter fast 800 Managern im Auftrag des Handelsblatts und der Unternehmensberatung Droege & Comp. Befragt wurden knapp 800 Topmanager aus der deutschen Wirtschaft.

Eindeutiger Gewinner im Monat November ist Bundesfinanzminister Steinbrück. Er konnte sich im Vergleich zum September um 0,5 Punkte auf die Note 2,4 verbessern. 61 Prozent der Entscheider aus der Wirtschaft gaben ihm die Note „sehr gut“ oder „gut“.

Was Steinbrück freuen dürfte, muss einen anderen Spitzengenossen allerdings ärgern: Mit seiner wortgewaltigen Art hat der Finanzminister während der letzten Wochen den bisher führenden Sozialdemokraten im Bundeskabinett, Außenminister Frank-Walter Steinmeier, von der Spitze der Notenskala verdrängt. Steinmeiers Arbeit bewerten nur noch 47 Prozent der Befragten mit der Note „gut“, im September waren es 57 Prozent gewesen. Er erhält die Note 2,6 (vorher 2,5). Nicht ohne Grund versucht Steinmeier jetzt, in der Innenpolitik zu punkten, um sich als Kanzlerkandidat der SPD zu profilieren.

Die Arbeit der Amtsinhaberin, Bundeskanzlerin Angela Merkel, bewerten die Manager mit einer 2,3 (2,5). Sie erhält damit die beste Note aller im Bundeskabinett vertretenen Politiker. Zwei Drittel der Befragten geben Merkel die Note „sehr gut“ oder „gut“. Das sind 15 Prozent mehr als noch im September. Die Bundeskanzlerin erhält damit ähnlich gute Werte wie zu Beginn ihrer Amtszeit. Damals hatten die Wirtschaftsführer ihr großes Vertrauen entgegengebracht. In einer Zeit, in der etliche Politiker wieder den Vorrang der Politik vor der Ökonomie feiern und Union und SPD gemeinsam Rettungspakete für Banken und die Konjunktur schnüren, um die Wirtschaft vor einer Rezession zu schützen, profitiert auch das Bundeskabinett insgesamt: Es erhält die Note 2,7 (3,0). So gut wurde die Bundesregierung zuletzt bewertet, als die Große Koalition 2005 mit ihrer Arbeit begann.

Die großen Volksparteien profitieren offenkundig dank ihrer Spitzenvertreter von der Krise – allerdings unterschiedlich stark. Die Kabinettsmitglieder der Union zusammengenommen bewerteten die Manager mit der Note 2,8 und damit um 0,3 Punkte besser als die der SPD.

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