Business-Monitor Deutsche Manager wünschen sich mehr Zuwanderung

Deutschlands Führungskräfte sprechen sich klar für eine verstärkte Zuwanderung aus. 56 Prozent der für den Handelsblatt Business-Monitor in der vergangenen Woche befragten Führungskräfte wünschen sich eine erleichterte Zuwanderung nach Deutschland.
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DÜSSELDORF. Deutschlands Führungskräfte sehen in einer gesteuerten Zuwanderung vor allem ein wichtiges Instrument, Knappheiten auf dem Arbeitsmarkt zu vermeiden. 77 Prozent der befragten Spitzenkräfte befürworten ein Punktesystem, wie es Kanada bereits 1967 eingeführt hat und das in Deutschland Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) fordert. Das Marktforschungsunternehmen Psephos hat im Auftrag des Handelsblatts und der Unternehmensberatung Droege & Comp. vergangene Woche 729 Führungskräfte der ersten Führungsebene aus Konzernen und Mittelstand befragt.

Erstmals äußerten sich die Manager auch zur Debatte um den ehemaligen Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin. Eine Mehrheit von 86 Prozent hält die von ihm angestoßene Integrationsdiskussion für sinnvoll, „weil sie wichtige Probleme unserer Gesellschaft anspricht“. Eine politische Führungsfigur allerdings können die Befragten in ihm nicht erkennen. In der gesamten Bevölkerung, hat Emnid ermittelt, würde fast jeder fünfte Bürger eine Sarrazin-Partei wählen. Von den Managern können sich das nur sechs Prozent vorstellen.

Überzeugend trat in der Debatte um Zuwanderung und Integration aus Sicht der Wirtschaftselite vor allem Bundespräsident Christian Wulff und Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle auf - das finden jeweils knapp 60 Prozent der Manager. Das Auftreten von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dagegen fast zwei Drittel der Manager nicht überzeugt, das von CSU-Chef Horst Seehofer sogar gut drei Viertel nicht.

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4 Kommentare zu "Business-Monitor: Deutsche Manager wünschen sich mehr Zuwanderung"

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  • Hallo Merk., dass habe ich auch nicht behauptet. Es sind im übrigen auch keine 3-4 Mio. in unserem Land ohne beschäftigung sondern ca. 7 Mio. und dabei sind eine sehr große Anzahl gut ausgebildeter Leute. ich bleibe dabei, solange es möglich ist das in Deutschland hervoragend ausgebildeter Leute mit 55 Jahre in Rente geschickt werden, kann niemand -aber wirklich niemand- von einem Facharbeitermangel reden. Zudem ist immer noch nicht geklärt, wer dafür aufkommt, wenn unsere Managementkaste mal wieder meint diese müsse Jobs in das Ausland verlagern. Hinzu kommt das ebenfalls immer noch monatlich stattfindende Personalabbaumassaker in deutschen betrieben, in Größenordnungen die einen schwindelig werden lassen! Wer bei solchen befunden von Facharbeitermangel redet, dem empfehle einen bibelspruch -Wer Wind sät, wird Sturm ernten!

  • [1] Hans-Günther Mädje

    Hallo Günther, man kann es sowie du es auch sehen. Aber an der Realität das man bei ca. 82 Mio. Einwohner nun mal 3-4 Mio. Menschen hat, die man nicht als qualifiziert bezeichnen kann, sollte eigentlich bei dir auch angekommen sein. Nicht umsonst spricht man von ca. 3-4 Mio. Arbeitslosen von fast einer Vollbeschäftigung. Oder hasst du die Hoffnung, dass man so lange versuchen sollte, bis der letzte Penner auch ein iT'ler wird.

  • [2] J. Guenther

    Hallo Guenther, wenn du der Meinung bist, dass man im Ausland mehr verdienen kann, dann stellt sich die Frage warum du hier lange kommentierst, und nicht schon lange dort bist. Deutschland ist eins der best aufgestellten Länder der Welt, wenn nicht solche wie du das Glas immer nur Halbvoll betrachten würden. Wir leben in einem freien Land und jeder kann sich aussuchen ob er bleiben oder gehen möchte.

  • Deutsche Manager wünschen sich also mehr Zuwanderung! Das diese Manager noch nicht einmal in der Lage sind das derzeitige Potenzial, dass im eigenen Land vorliegt zu nutzen, beweist jeden Monat auf das neue die Arbeitslosenstatistik. Ebenso ist es mit den gigantischen Personalabbauprogrammen bei denen hochqualifizierte Fachleute, auch bei den in ihrem Artikel genannten Firmen, aus den Unternehmen hinauskatapultiert werden! Seit Jahrzehnten wird den Menschen in Deutschland gepredigt, dass diese zu dumm, zu faul und zu teuer seien und ein kluges Unternehmen deshalb im Ausland investieren müsse. Dabei herausgekommen sind nur Kapitalvernichtungen der unglaublichen Art. Jetzt sind diese Menschen auch noch in deren eigenem Land überflüssig. An dieser Debatte kann ein interessierter bürger sehr schön studieren wer die eigentliche Standortgefahr für unser Land ist, dass ist die angebliche Führungselite in Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Deren Erfolgsbilanz in den letzten dreißig Jahren ist geradezu erbärmlich. Auf solche Führungskräfte kann eine bevölkerung besser getrost verzichten. Aus meiner Froschperspektive ist das ganze ein Minusgeschäft, was sich im übrigen an unserer Staatsverschuldung überdeutlich ablesen läßt.

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