Business-Monitor International
Europas Wirtschaft boomt und boomt

Der Handelsblatt Business-Monitor International, eine exklusive Unternehmer-Umfrage, zeigt: Europas Spitzenmanager beurteilen die Lage euphorisch wie lange nicht. Sie wollen vor allem am heimischen Standort weiter kräftig investieren und zusätzliche Mitarbeiter einstellen.

DÜSSELDORF. Hoch oben in den sonnigen Alpen mäht er, die qualmende Pfeife im Mund, mit der Sense die saftigen Blumenwiesen: der glückliche Schweizer. Dieses Klischee hatte Thomas Straubhaar jüngst bei einem Vortrag in Basel im Gepäck. Was der Chef des Hamburgischen Instituts für Weltwirtschaft (HWWI), der selbst aus der Eidgenossenschaft stammt, aber im Ausland lebt, seinen Landsleuten mit diesem Bild sagen wollte: „Die Schweiz von außen ... ein Paradies.“

Sie ist es auch von innen – sagen die Schweizer, zumindest die Top-Manager. Nicht eine einzige der für den Handelsblatt Business-Monitor befragten Führungskräfte (siehe „Der Internationale Handelsblatt Business- Monitor“) beschreibt die Standortbedingungen seiner Heimat in diesem Sommer als schlecht. Zwei Drittel bezeichnen die derzeitige Lage als „gut“, ein Drittel nennt sie „eher gut“. Damit hat sich die im vergangenen Jahr bereits euphorische Stimmung in dem kleinen Nachbarland der Bundesrepublik nochmals verbessert. „Der Aufschwung ist da“, sagte ein anderer prominenter Schweizer, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann, bei der diesjährigen Hauptversammlung seines Instituts Ende Mai. Das freue alle – „besonders die Wirtschaft“.

Wie Recht er hat, zeigt die exklusive Handelsblatt-Umfrage. Auch wenn die Stimmung nicht überall derart bombastisch ist wie in dem reichen Alpenland, so ist sie doch unter den Managern aller sechs an der Umfrage beteiligten Länder – Deutschland, Großbritannien, Italien, Frankreich, Österreich und die Schweiz – sehr positiv. Acht von zehn Führungskräften beurteilen die gegenwärtigen Standortbedingungen in ihrem Heimatland jeweils mit „gut“ oder „eher gut“. So hoch war die Zufriedenheit noch nie im Mittel aller europäischen Länder, seit das Handelsblatt die internationale Umfrage im Winter 2003 gestartet hat.

Überdurchschnittlich gut schätzen neben den Schweizern auch die Spitzenkräfte der Wirtschaft in Österreich und Deutschland die Lage in ihrer Heimat ein. In der Alpenrepublik sind mit 97 Prozent nahezu so viele Befragte optimistisch gestimmt wie in Helvetia. Und beim großen Nachbarn Deutschland beurteilt mit 89 Prozent ebenfalls eine breite Mehrheit ihren Standort ausgesprochen gut.

„Mit Sorge“ hatte der Vorstandschef der Metro AG, Hans-Joachim Körber, noch im Mai 2006 auf der Hauptversammlung seines Unternehmens die konjunkturellen Auswirkungen der Mehrwertsteuererhöhung auf alle Nonfood-Artikel im Jahr 2007 gesehen. Immerhin handelte es sich bei der Erhöhung um drei Prozentpunkte um einen in der Geschichte des Landes nie da gewesenen Sprung. Ein Jahr später, wiederum auf der Metro-Hauptversammlung, war Körber etwas besser gestimmt: „Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland beurteilen wie mit verhaltenem Optimismus.“

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