Business Monitor
Unternehmen haben wieder Jobs zu vergeben

Deutsche Unternehmen wollen verstärkt Mitarbeiter einstellen. Einer Umfrage des Handelsblattes zufolge ist der jetzige Aufschwung sogar noch kräftiger als in New-Economy-Zeiten.

doh DÜSSELDORF. Der Anteil der Firmen, die zusätzliche Mitarbeiter beschäftigen wollen, hat mit 40 Prozent im März ein historisches Hoch erreicht. Zugleich liegt der Anteil derer, die Mitarbeiter abbauen wollen, mit zwölf Prozent auf einem Tiefstand. Das ist das Ergebnis des Handelsblatt Business-Monitors, einer seit acht Jahren regelmäßig erhobenen Umfrage unter Spitzenmanagern.

Damit setzt sich die Reihe der positiven Nachrichten für den deutschen Arbeitsmarkt fort. Seit Beginn des Vorjahres steigt die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stetig an. Diese Trendumkehr hatte sich in der Handelsblatt-Umfrage bereits im Dezember 2005 angedeutet, als erstmals mehr Manager Beschäftigte einstellen als entlassen wollten. Seither hat sich der Trend stetig positiv entwickelt – bis zu den aktuellen Rekordwerten.

Selbst während des letzten Aufschwungs, des New-Economy-Booms, war der Saldo deutlich geringer. Damals wollten zwar annähernd so viele Unternehmen wie derzeit zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Mit 22 Prozent planten im Sommer 2000 aber deutlich mehr Führungskräfte, die Zahl ihrer Mitarbeiter zu verringern.

Ausschlaggebend für diese Entwicklung ist aus Sicht von Arbeitsmarktexperten wie dem Chef des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, Dennis Snower, das positive Verhältnis von Produktivität und Reallöhnen. „Mehrere Jahre legte die Produktivität stärker zu als die Reallöhne“, sagt Snower. Die Früchte dieser Entwicklung ernteten wir jetzt in einer Zeit, in der die konjunkturelle Entwicklung überaus gut sei. Dies dürfte aber „keineswegs dazu verleiten, dringend notwendige Arbeitsmarktreformen nicht anzugehen“.

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