Erholungskurs
Deutsche Topmanager verbreiten Optimismus

Das Tempo ist zwar gedrosselt. Doch Spitzenmanager sind optimistisch, wie der Handelsblatt-Business-Monitor zeigt: Der Aufwärtstrend der deutschen Wirtschaft hält an. Vor allem das Urteil über ihre Geschäfte auf dem Heimatmarkt fällt bei einer breiten Mehrheit der Führungskräfte positiv aus.
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FRANKFURT. Die Prognostiker könnten kaum prominentere Fürsprecher für ihre These finden: Die aktuellen Pläne der deutschen Wirtschaftselite untermauern sie. Das zeigt der Handelsblatt Business-Monitor, eine exklusive Umfrage unter den Spitzenmanagern der größten Volkswirtschaft des Euroraums.

Knapp drei Viertel der Manager sind mit dem Inlandsgeschäft zufrieden

Vor allem das Urteil über ihre Geschäfte auf dem Heimatmarkt fällt bei einer breiten Mehrheit der Führungskräfte positiv aus. Die knapp 800 Manager, die vom Marktforschungsunternehmen Psephos befragt wurden, schätzen ihre aktuelle Situation noch besser ein als im September: Während bei der vorherigen Umfrage noch 64 Prozent das Inlandsgeschäft als „gut“ oder „eher gut“ einstuften, waren es zuletzt 72 Prozent. Auch das Exportgeschäft läuft inzwischen besser – wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau: Während einen Monat zuvor 41 Prozent ihre Geschäfte mit dem Ausland positiv beurteilten, waren es aktuell 49 Prozent.

Dass sich die Geschäfte – auch im Ausland – weiter beleben, lässt sich auch an den Aufträge für die deutsche Industrie ablesen, die sich im September das nunmehr siebte Mal in Folge erhöhten. Sie kletterten insgesamt im Vergleich zum Vormonat um 0,9 Prozent, die Bestellungen aus dem Ausland sogar um knapp vier Prozent. Das teilte das Wirtschaftsministerium am Freitag mit. Zugleich revidierte das Haus des neuen Wirtschaftsministers Rainer Brüderle die Ordereingänge für den Vormonat deutlich auf mehr als zwei Prozent nach oben.

Bereits in den Monaten zuvor hatte sich die Situation der deutschen Wirtschaft stetig verbessert. Der Kater wird aber noch lange zu spüren sein – davon gehen Volkswirte fest aus. „Trotz der Zuwachsraten des Bruttoinlandsproduktes, die wir im zweiten Quartal erlebt haben und die wir für das dritte und vierte Quartal erwarten, haben wir gerade einmal ein Drittel des Wirtschaftseinbruchs aufgeholt“, sagtCommerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Die Unterauslastung der Wirtschaft werde noch einige Monate anhalten.

Dennoch sind die Spitzenvertreter der deutschen Wirtschaft überzeugt, dass sie den Aufholprozess fortsetzen werden. Das lässt sich am Handelsblatt Business-Monitor eindrucksvoll ablesen: Zwei Drittel der Spitzenmanager rechnen damit, dass ihre Geschäfte in den kommenden zwölf Monaten im Inland „besser“ (29 Prozent) oder zumindest „genauso gut“ (45 Prozent) laufen werden.

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Kommentare zu " Erholungskurs: Deutsche Topmanager verbreiten Optimismus"

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  • "Deutsche Topmanager verbreiten Optimismus"

    Das gehört doch zu ihrem Geschäft. Sie wollen ja nicht als "Looser" vor ihren Aktionären dastehen und ihren Job riskieren.

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