Exklusivumfrage unter Topmanagern
Schlimmer geht nimmer? Doch!

Die Manager haben recht behalten. Und vieles spricht dafür, dass sie selten so betrübt darüber waren wie in diesem Fall. Als die europäischen Führungskräfte vor einem Jahr gefragt wurden, ob die Subprime-Krise 2008 die Weltwirtschaft bedrohen wird, sagten fast acht von zehn Wirtschaftsführern „Ja“. Die Tiefe des Einschnitts war vielen unter ihnen allerdings noch nicht so klar wie heute.

FRANKFURT. Wenn sich nun bei all der Unsicherheit etwas mit Sicherheit über das zurückliegende Jahr sagen lässt, dann das: Die Finanzkrise hatte 2008 fest im Griff. Und das „Monster“, wie Bundespräsident Horst Köhler die Finanzmärkte taufte, konfrontierte die Weltwirtschaft mit einer Fülle bislang ungekannter Entwicklungen. Weder für Art und Schwere der Krise noch für die Instrumente, mit denen Zentralbanken und Politiker versuchen, ihr Herr zu werden, gibt es Präzedenzfälle.

Selten waren Prognosen darüber, wie sich die Weltwirtschaft im Zeichen der Krise 2009 entwickeln wird, so schwer. Selten gab es so wenige, die auf Fragen klare Antworten geben. Wie stark wird die Krise die Realwirtschaft noch umklammern? Wie lange wird die Rezession dauern? Und wie kann am wirksamsten gegengesteuert werden?

Hellsehen können Unternehmer freilich nicht – aber die Lage mit am besten einschätzen. Daher haben das Handelsblatt und die Unternehmensberatung Droege & Comp auch in diesem Winter wieder Führungskräfte aus fünf Ländern befragen lassen, wie sich die Krise auf ihr Geschäft und ihre Pläne auswirkt – und was sie vom kommenden Jahr erwarten. Behalten sie wiederum recht, wird 2009 alles andere als ein einfaches Jahr.

So rechnen gut drei Viertel (78 Prozent) der befragten Manager aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und der Schweiz im Durchschnitt mit „erheblichen“ Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die Weltkonjunktur. In Deutschland sind mit 82 Prozent ebenso wie in Frankreich mit 81 Prozent und Großbritannien mit 80 Prozent deutlich mehr Manager dieser Ansicht als in Italien mit 67 Prozent.

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