Führungskräfte rechnen mit stabilem Euro-Kurs
Für die Top-Manager ist die Baisse überwunden

Die Führungskräfte der deutschen Wirtschaft halten die Baisse am deutschen Aktienmarkt für überwunden. Das ist das Ergebnis des Handelsblatt Business-Monitors im September, einer monatlichen repräsentativen Umfrage des Psephos-Instituts im Auftrag des Handelsblatts unter rund 800 Führungskräften.

noh FRANKFURT/M. Der Deutsche Aktienindex (Dax) hatte von seinem Hoch im Jahr 2000 fast drei Viertel seines Wertes verloren und war bis zum März 2003 auf gut 2 200 Punkte abgesackt. Inzwischen hat er sich wieder auf rund 3 600 Punkte erholt.

Zwei Drittel der deutschen Top-Manager (66 %) meinten in der ersten Septemberhälfte, dass die Talfahrt nun vorüber ist und Tiefstände wie im März nicht mehr erreicht werden. Die Gegenposition, wonach derzeit nur ein kurzfristiges Hoch herrscht und bald wieder mit neuen Minusrekorden gerechnet werden muss, bezogen nur fünf Prozent. Immerhin ein knappes Drittel (29 %) hielt die Lage noch für zu unklar, um ein Urteil zu fällen.

Weit optimistischer als noch vor einem halben Jahr fallen auch die Prognosen für den Dax bis zum Jahresende aus. Eine Mehrheit von 59 % der Befragten sieht den Börsenindex Ende des Jahres zwischen 3 500 bis 4 000 Punkten. Nur drei Prozent trauen ihm zu, die 4 000er-Marke zu überspringen. Größer ist mit 26 % der Anteil derjenigen, die nochmal mit einem gewissen Rückschlag rechnen und den Dax zum Jahresende in einer Spanne von 3 000 bis 3 500 Punkten sehen. 7 % der Spitzenmanager erwarten sogar noch größere Kursverluste auf breiter Front.

In der März-Umfrage, als der Dax nahe seinem Tiefpunkt notierte, hatten sich nur wenige der Top-Manager eine Rally mit über 50 % Kursgewinn vorstellen können, wie sie seither stattgefunden hat. Damals hatten über drei Viertel der Befragten damit gerechnet, dass der Dax unter 3 000 Punkten verharren werde. Nur 15 % hatten erwartet, dass der Index es in die Spanne von 3 000 bis 3 500 Punkten schaffen würde, die er zuletzt sogar hinter sich gelassen hat.

Bei den Antworten fällt auf, dass die Führungskräfte aus Großunternehmen bei ihren Erwartungen etwas zurückhaltender sind als Entscheider aus kleineren Firmen. Während 62 % der Leiter kleinerer Unternehmen den Dax über 3 500 Punkten zum Jahresende prognostizieren, sind es bei den Führungskräften der Großunternehmen nur 55 %.

Die Erwartung einer deutlichen Euro-Aufwertung haben die meisten der deutschen Spitzenmanager nicht mehr. Nun gehen zwei Drittel davon aus, dass die europäische Währung in sechs Monaten weiterhin unter 1,15 Dollar notieren wird. Am wurde der Euro zu Kursen von rund 1,12 Dollar gehandelt, während er bis Ende Juli noch deutlich über 1,15 Dollar notiert hatte.

Vor einem Monat, als der Euro noch deutlich höher notierte, hatte nur ein Drittel der Befragten damit gerechnet, dass er auf Sicht von sechs Monaten unter 1,15 Dollar fallen würde. Ein Viertel der Befragten sieht den Kurs in einem halben Jahr etwa bei 1,15 Dollar; nur 7 % erwarten, dass er noch stärker zulegt.

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