Handelsblatt Business-Monitor
Aufschwung erreicht 2006 den Arbeitsmarkt

Der für 2006 erwartete wirtschaftliche Aufschwung schwappt offenbar auch auf den Arbeitsmarkt über. Darauf deuten die Ergebnisse des Handelsblatt Business-Monitors hin, eine repräsentative Umfrage unter deutschen Spitzenmanagern (siehe „Handelsblatt Business-Monitor“).

DÜSSELDORF. Zwar plant die Mehrheit (53 Prozent) der befragten Top-Manager, die Anzahl ihrer Mitarbeiter 2006 nicht zu verändern. Der Anteil derer, die Personal abbauen wollen, sank im Januar aber auf 20 nach 23 Prozent im Vormonat, während 26 Prozent die Beschäftigtenzahl erhöhen wollen. Damit kletterte der entsprechende Index, der die Differenz zwischen geplanten Neueinstellungen und Beschäftigungsabbau misst, zu Jahresbeginn auf sechs Punkte – und weist damit das zweite Mal in Folge positive Werte auf. Das war zuvor seit dem Jahreswechsel 2000/2001 nicht der Fall.

Den aktuellen Umfrageergebnissen zu Folge wollen 2006 insbesondere kleinere Unternehmen mit hundert bis 500 Beschäftigten zusätzliches Personal einstellen – und das vor allem im Servicesektor.

Die Umfrage bestätigt damit, was eine ökonomische Faustregel bereits erahnen ließ: Volkswirte gehen davon aus, dass sich ab einem Wachstum von 1,5 Prozent positive Effekte auf den Arbeitsmarkt auswirken. Und alle deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute prognostizieren für 2006 ein Wirtschaftswachstum zwischen 1,4 bis 1,7 Prozent. So hatte der Wirtschaftsweise Wolfgang Franz bei der Vorlage der Arbeitsmarktzahlen vom Dezember – damals war die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland überraschend nur um 75 000 auf 4,6 Millionen gestiegen – von „vorsichtigem Optimismus“ gesprochen.

Im Gesamtjahr 2005 war die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt allerdings noch ähnlich schlecht wie im Jahr zuvor: Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten war laut der Bundesagentur für Arbeit im vergangenen Jahr erneut gesunken – wenn auch weniger stark als 2004.

Woher die Zuversicht der Manager kommt, die in den kommenden zwölf Monaten Neueinstellungen planen, hat das Handelsblatt sie auch gefragt. In welchem Umfang wollen sie neue Mitarbeiter einstellen? Planen sie dies verstärkt im In- oder Ausland? Und worauf stützen sich ihre Pläne?

Mehr als die Hälfte dieser Gruppe hat vor, die Zahl ihrer Mitarbeiter um ein bis fünf Prozent zu erhöhen. Knapp ein Drittel der Befragten will die Belegschaft sogar um fünf bis zehn Prozent steigern.

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