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Handelsblatt Business-Monitor: Comeback der Zuversicht

exklusiv Der Handelsblatt Business-Monitor International schürt Hoffnungen für 2010: In fünf europäischen Ländern wollen die Manager wieder investieren. Nur 13 Prozent der Führungskräfte rechnen damit, dass sich die Standortbestimmungen nochmals verschlechtern werden.

Optimistisch: Ein Drittel der Manager möchte laut einer Handelsblatt-Umfrage im kommenden Jahr mehr investieren. Quelle: dpa
Optimistisch: Ein Drittel der Manager möchte laut einer Handelsblatt-Umfrage im kommenden Jahr mehr investieren. Quelle: dpa

FRANKFURT. Die gute Nachricht zum Jahreswechsel zuerst: Noch schlechter als im zurückliegenden Jahr kann es im neuen nicht kommen. Diese Ansicht vertritt der ganz überwiegende Teil der Topmanager in wichtigen europäischen Volkswirtschaften. Gerade einmal 13 Prozent aller Spitzenkräfte in Unternehmen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und der Schweiz rechnen im Durchschnitt damit, dass sich die Standortbedingungen in ihrem jeweiligen Heimatland 2010 nochmals verschlechtern werden. In Deutschland, der Schweiz und Großbritannien sind es sogar jeweils weniger als zehn Prozent.

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Der Anteil der Optimisten ist weitaus größer: Mit durchschnittlich 42 Prozent erwartet eine relative Mehrheit, dass sich die Standortbedingungen im eigenen Land in den kommenden zwölf Monaten noch verbessern, und weitere 27 Prozent, dass sie "gleich gut bleiben" werden.

Das sind Kernergebnisse des Handelsblatt Business-Monitors International, einer Umfrage im Auftrag dieser Zeitung und der Unternehmensberatung Droege & Comp. Für die exklusive Umfrage haben die Marktforschungsunternehmen Psephos und die Innofact AG knapp 1 100 Spitzenmanager befragt.

Und nun die schlechte Nachricht: Ausgestanden ist die Krise noch lange nicht. Das Niveau, von dem die Erholung der Wirtschaft ausgeht, ist noch immer niedrig. Die Weltproduktion lag im dritten Quartal noch immer unter ihrem Vorjahresniveau. Für das Gesamtjahr 2009 wird das globale Bruttoinlandsprodukt zum ersten Mal seit 1946 um ein Prozent schrumpfen, erwartet das Kieler Institut für Weltwirtschaft.

Wie schwierig die Ausgangslage nach dem scharfen Einbruch ist, zeigt auch die Einschätzung der Manager zum aktuellen Status. Noch immer bezeichnen im Durchschnitt aller fünf Länder 44 Prozent der Befragten die Standortbedingungen in ihrem jeweiligen Heimatland als "eher schlecht" oder "schlecht". Immerhin 54 Prozent der Führungskräfte halten sie inzwischen für "gut" oder "eher gut". Vor einem Jahr noch waren erst 28 Prozent dieser Meinung, vor einem halben Jahr 37 Prozent.

In Deutschland sind gegenwärtig mit 75 Prozent, in dem kleinen Nachbarland Schweiz mit sogar 86 Prozent weit mehr Manager zufrieden mit den gegenwärtigen Bedingungen als im Durchschnitt aller fünf Länder.

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