Handelsblatt Business-Monitor
Finanzkrise lässt Top-Manager kalt

Die Unternehmen in Deutschland zeigen sich von der turbulenten Entwicklung an den weltweiten Finanzmärkten und der drohenden Rezession in den USA weitgehend unbeeindruckt. Der Handelsblatt Business-Monitor schwächt sich nur leicht ab. Die Botschaft ist damit eindeutig.

FRANKFURT. Die Unternehmen wollen weiterhin mehrheitlich sowohl ihre Investitionen als auch die Zahl ihrer Mitarbeiter erhöhen oder zumindest konstant halten. Das lässt sich am Handelsblatt Business-Monitor ablesen, einer regelmäßigen Umfrage unter deutschen Top-Managern. Mit einer Verbesserung der Standortbedingungen rechnet allerdings kaum einer der Befragten.

Damit stützen die Umfrageergebnisse die Meinung all jener, die zumindest bislang noch keine nachhaltigen Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die deutsche Konjunktur erwarten. Auch der in Deutschland am stärksten beachtete Stimmungsindikator, der Ifo-Geschäftsklimaindex, war Ende Januar gestiegen. Allerdings war ein Großteil der Umfrage vor Einbruch der Aktienmärkte bei dem Institut eingegangen. Der ZEW-Index, eine Umfrage unter den derzeit gebeutelten Finanzmarktexperten, wird heute veröffentlicht – und wird den Prognosen nach sinken.

Die Botschaft der vom Psephos-Institut im Auftrag des Handelsblatts und der Unternehmensberatung Droege & Comp. befragten knapp 800 Führungskräfte ist eindeutig: 90 Prozent wollen in den kommenden zwölf Monaten mehr oder gleich viel investieren.

Mit 56 Prozent wollen mehr als die Hälfte der Unternehmen künftig so viel investieren wie bislang geplant. Ein gutes Drittel der Befragten (34 Prozent) will in den kommenden zwölf Monaten sogar seine Investitionen erhöhen. Vor allem mittlere Unternehmen mit 500 bis 5000 Mitarbeitern und Großunternehmen mit mehr als 5000 Beschäftigten planen dies. Überdurchschnittlich groß sind die Investitionspläne auch in der Gruppe Handel, Nachrichtenübermittlung und Verkehr: Hier geben 46 Prozent der Befragten an, sie wollten in den kommenden Monaten mehr Geld für Investitionen ausgeben.

Die positiven Auswirkungen des Investitionsbooms werden sich offenbar auch in den kommenden Monaten auf dem Arbeitsmarkt niederschlagen – wenn auch in etwas geringerem Umfang als in den Vormonaten: Während 36 Prozent der Firmen planen, zusätzliche Beschäftigte einzustellen, haben mit 14 Prozent deutlich weniger vor, Beschäftigte abzubauen.

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