Handelsblatt Business-Monitor
Firmen erstaunlich optimistisch

Trotz erhöhter weltwirtschaftlicher Risiken sind die meisten Unternehmen in Deutschland nach wie vor bester Stimmung. Das zeigt der Handelsblatt Business-Monitor, eine exklusive Umfrage im Auftrag der Unternehmensberatung Droege & Comp und des Handelsblatts.

FRANKFURT. Gemäß den Ergebnissen halten die meisten Unternehmen nicht nur die gegenwärtigen Standortbedingungen für zufriedenstellend, sondern schätzt mehrheitlich auch die Bedingungen in den nächsten zwölf Monaten positiv ein.

Damit bestätigt die Umfrage den Trend, dass sich die deutsche Konjunktur bisher weitgehend unbeeindruckt von der Rezessionsfurcht in den USA entwickelt. Trotz des starken Euros und der gesunkenen US-Nachfrage hatten sich im Januar auch die deutschen Warenexporte deutlich stärker als erwartet entwickelt. Sie steigen im Vergleich zum Vormonat um 3,8 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit. Da auch die Warenimporte kräftig zugelegt haben, dürfte der Wachstumsbeitrag des Außenhandels zu Jahresbeginn allerdings nur gering ausfallen.

Trotz erhöhter weltwirtschaftlicher Risiken und zäher innenpolitischer Debatten wie der über den Mindestlohn ist die Zufriedenheit der knapp 800 vom Marktforschungsinstitut Psephos befragten Führungskräfte groß. 82 Prozent nennen die hiesigen Bedingungen für die Wirtschaft "gut" (22 Prozent) oder "eher gut" (60 Prozent). In den Großunternehmen mit mehr als 5 000 Beschäftigten sind sogar 98 Prozent zufrieden mit dem Standort Deutschland.

Mit Blick auf die Zukunft sind die Führungsleute der Großkonzerne allerdings pessimistischer als der Durchschnitt aller Top-Manager: Knapp ein Drittel der Führungskräfte in den Großunternehmen rechnet mit schlechteren Standortbedingungen in den nächsten zwölf Monaten. Insgesamt erwarten das nur 22 Prozent. Quer durch alle Unternehmensgrößen gehen mehr als zwei Drittel der Manager davon aus, dass die Bedingungen "gleich gut bleiben" oder sich "verbessern".

Diese Zuversicht spiegelt sich auch in der Einstellungsbereitschaft und den Investitionsplänen der Unternehmen wider. Seit vor knapp einem Jahr beide Indikatoren ihre Höchstwerte erreicht hatten, entwickelte sich zwar ein Abwärtstrend. Die überwiegende Mehrheit will aber weder weniger investieren noch die Zahl ihrer Mitarbeiter verringern. 32 Prozent der Manager planen, die Investitionen ihres Unternehmens zu erhöhen - das wollten im Monat zuvor noch 34 Prozent. Dafür ist der Anteil der Firmen, die ihr Investitionsvolumen konstant halten wollen, um zwei Punkte auf 58 Prozent gestiegen.

Auch der Anteil der Unternehmen, die in den nächsten zwölf Monaten zusätzliche Beschäftigte einstellen wollen, ist um zwei Punkte auf 34 Prozent gesunken. Noch immer aber ist die Gruppe der Manager, die ihre Mitarbeiterzahl verringern wollen, deutlich kleiner (15 Prozent).

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