Handelsblatt Business-Monitor
Gute Noten fürs Innovationsklima

Heimische Top-Manager spüren, laut einer exklusiven Umfrage für den Handelsblatt Business-Monitor, ein deutlich verbessertes Umfeld für Innovationen in Deutschland. Experten führen diesen Stimmungswechsel gleich auf mehrere Faktoren zurück.

DÜSSELDORF. Top-Manager spüren ein deutlich verbessertes Umfeld für Innovationen in Deutschland. Das zeigt der Handelsblatt Business-Monitor, eine Befragung von 812 Entscheidern, die vom Handelsblatt und der Unternehmensberatung Droege & Comp. in Auftrag gegeben wird. 55 Prozent der befragten Manager aus deutschen Unternehmen bewerteten die Rahmenbedingungen für Innovationen am heimischen Standort mit „eher gut“. 24 Prozent der Top-Manager erteilten sogar die Note „gut“.

Das Ergebnis überrascht, denn noch vor dreieinhalb Jahren hatte der Standort in dieser Frage viel schlechter abgeschnitten. Im Februar 2004 hielt die Mehrheit der im Business-Monitor damals befragten Manager das heimische Innovationsklima für „eher schlecht“, nur 28 Prozent bewerteten es mit „eher gut“.

Aus Sicht von Experten gibt es für die bessere Standortbewertung mehrere Gründe: Zum einen spielt die durch die gute Konjunktur verbesserte Stimmung in der Wirtschaft eine Rolle. Zum anderen honorierten die Top-Manager den von der Bundesregierung in der Forschungs- und Innovationsförderung eingeschlagenen Kurs, erläutert Frank Zurlino, Geschäftsführer von Droege & Comp.

Die Bundesregierung hat in den vergangenen Jahren deutlich mehr Geld in die Förderung von Forschung und Entwicklung gesteckt und Projekte gestartet, mit denen Wissenschaft und Wirtschaft enger verzahnt werden sollen. Hochschulen erhalten Forschungsprämien, wenn sie enger mit der Industrie zusammenarbeiten. Zudem will die Bundesregierung in einem „High-Tech-Strategie“ genannten Programm Forschungstransfer und Firmengründungen in 17 ausgesuchten Bereichen detailliert fördern, dazu zählen Gesundheit, Sicherheit und Energie.

Allerdings: Die „High-Tech-Strategie“ ist erst vor einem Jahr gestartet worden, durchschlagende Wirkung dürfte sie daher noch wenig entfaltet haben. Anfang November will Bundesforschungsministerin Annette Schavan auf einem Kongress in Berlin erste Bilanz ziehen. Deutschlands Manager sehen jedenfalls trotz der grundsätzlich positiven Bewertung des Innovationsklimas noch Verbesserungsbedarf auf staatlicher Seite, wie der Handelsblatt Business-Monitor zeigt.

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