Handelsblatt Business-Monitor International
Europäer in Siegerlaune

Der Glaube an den eigenen Erfolg ist zurück in Europa, und das zeigt sich gerade auch in Deutschland. Die Unternehmen blicken voller Zuversicht in das kommende Jahr: Sie erwarten höhere Umsätze und Erträge, wollen mehr investieren und mehr Arbeitsplätze schaffen. Der Handelsblatt Business-Monitor International.

DÜSSELDORF. Pessimisten haben einen schweren Stand – zumindest sind sie im europäischen Top-Management derzeit nur rar vertreten. Eine exklusive Umfrage des Handelsblatts unter Führungskräften in Deutschland, den Nachbarländern Österreich, Schweiz, Frankreich und Italien sowie in Großbritannien bestätigt dieses positive Bild.

Die gegenwärtige Lage ist gut, und sie wird in den kommenden Monaten noch besser werden, lautet die Kernbotschaft. In allen sechs Ländern ist der Anteil derer, die die aktuellen Standortbedingungen in ihrer Heimat als „gut“ oder „eher gut“ bezeichnen, verglichen mit der Handelsblatt-Umfrage im Dezember letzten Jahres gestiegen – und zwar deutlich. Während im Winter 2005 noch im Länderdurchschnitt die Hälfte aller europäischen Spitzenmanager die Standortbedingungen positiv beurteilte, sind es am Jahresende 2006 drei Viertel aller Befragten.

Innerhalb der Euro-Zone ist die Anzahl derer, die zufrieden mit ihrem Standort sind, in Deutschland besonders kräftig gewachsen. Vor einem Jahr hielt noch die Hälfte aller Top-Manager die Bedingungen für „eher schlecht“. Heute bezeichnen dagegen mehr als 50 Prozent die Standortbedingungen als „eher gut“, ein weiteres Viertel sogar als „gut“. Auch die monatliche Umfrage des Münchener Ifo-Instituts bestätigt diesen Trend. Zuletzt erreichte das Geschäftsklima im Dezember sogar den höchsten Wert in der gesamtdeutschen Geschichte.

Diese wachsende Zufriedenheit hat eindrucksvolle Konsequenzen: Die oft beschworene Flucht aus Deutschland erweist sich als Trugbild. Die deutschen Unternehmen wollen vor allem am heimischen Standort mehr investieren. 78 Prozent der deutschen Führungskräfte beabsichtigen, ihr Engagement im Inland zu stärken, in europäischen Nachbarländern soll es dagegen zurückgefahren werden. Die Investitionspläne mit Blick auf die weiter entfernten Standorte wie Russland, die USA oder China bleiben weitestgehend konstant.

  Grafiken zum Handelsblatt Business-Monitor International

Das zurückgekehrte Vertrauen in den Standort D zieht auch den Arbeitsmarkt mit: Es werden in großem Umfang neue Arbeitsplätze entstehen, auch darauf deutet die Handelsblatt-Umfrage hin. Schließlich will mit 87 Prozent eine sehr breite Mehrheit der befragten deutschen Manager in den nächsten drei Jahren keine Arbeitsplätze ins Ausland verlagern – das sind nochmals etwas mehr Heimatverbundene als in den beiden Vorjahren.

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