Handelsblatt Business-Monitor International
Europas Top-Manager überraschen sich selbst

Die Spitzenmanager in den großen europäischen Industrienationen sind mit dem bisherigen Jahresverlauf mehr als zufrieden. Ihre Erwartungen an die ersten sechs Monate 2006 wurden deutlich übertroffen, wie eines der Kernergebnisse des Handelsblatt Business-Monitors International zeigt. Doch es gibt auch schlechte Nachrichten.

DÜSSELDORF. Die Erwartungen an die ersten sechs Monate 2006 wurden nach dem Handelsblatt Business-Monitors International, einer Umfrage in den Top-Etagen der Wirtschaft in Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien, Österreich sowie der Schweiz, deutlich übertroffen – und zwar sowohl im Hinblick auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung als auch auf die ihrer eigenen Geschäfte. Eine anhaltende Belebung erwarten die Manager aber nicht gleichermaßen – ihre Bereitschaft, mehr zu investieren und zusätzliches Personal einzustellen, ist zumindest in Deutschland recht gering.

Ein wichtiger Ursacheherd für die europaweit hohe Zufriedenheit mit dem ersten Halbjahr dürfte die positive Entwicklung der deutschen Wirtschaft sein. „Geht es Deutschland gut, spüren das die anderen Länder Europas deutlich“, analysiert Thomas Straubhaar, Leiter des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Institutes (HWWI). In der Tat steigerte sich die deutsche Wirtschaft zuletzt: Nachdem sie im Schlussquartal 2005 noch stagniert hatte, legte sie im ersten Quartal 2006 recht kräftig um 0,4 Prozent zu. Im gerade zu Ende gehenden zweiten Vierteljahr wird sie noch deutlicher wachsen, erwarten Ökonomen mehrheitlich.

 Infografiken: Business-Monitor Deutschland Juni 2006

Einen so guten Konjunkturverlauf hatten die Top-Manager in der letzten internationalen Umfrage des Handelsblattes am Jahresende 2005 nicht prognostiziert. Das gilt für die Führungskräfte aller Volkswirtschaften, vor allem aber für die aus der größten der Euro-Zone, Deutschland: Verglichen mit den Erwartungen der hiesigen Manager zu Beginn dieses Jahres sei die Entwicklung „deutlich“ oder „etwas besser“ verlaufen, meint mit knapp zwei Dritteln eine breite Mehrheit der Spitzenmanagern. Weitere 23 Prozent gaben an, eine „so gute“ wirtschaftliche Entwicklung bereits vorhergesehen zu haben.

So positiv überrascht von der konjunkturellen Entwicklung des eigenen Landes wurden neben den deutschen Managern nur die aus Österreich sowie der Schweiz. Auch in den Nachbarländern kommt jeweils weit mehr als die Hälfte der Befragten zu dem Schluss, das erste Halbjahr sei deutlich oder etwas besser als erwartet gelaufen.

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