Handelsblatt Business-Monitor
Manager rechnen mit steigenden Strompreisen

Deutsche Top-Manager bewerten die Energiepolitik der Bundesregierung skeptisch. Daran wird wohl auch der nächste Energiegipfel nichts ändern: 88 Prozent der Führungskräfte erwarten von dem Spitzentreffen keine konkreten Beschlüsse zur Lösung der Probleme.

DÜSSELDORF | BERLIN. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter mehr als 800 deutschen Spitzenmanagern, die das Marktforschungsinstitut Psephos in der Zeit vom 8. bis 21. September im Auftrag des Handelsblattes sowie der Unternehmensberatung Droege & Comp. durchgeführt hat.

Der Energiegipfel, zu dem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für den 9. Oktober einlädt, soll der Weichenstellung in der Energiepolitik dienen. Ein erstes Treffen hatte im April stattgefunden. Die Versorgungsunternehmen stellten danach Investitionen in zweistelliger Milliardenhöhe in Aussicht. In den vergangenen Wochen relativierte die Branche ihre Zusagen jedoch. Auslöser waren Ankündigungen der Politik, schärfer gegen den Missbrauch marktbeherrschender Positionen vorzugehen. Am 9. Oktober soll nun weiter darüber verhandelt werden, wie Deutschlands Energiepolitik der Zukunft aussehen soll. Die Überlegungen sollen in ein energiepolitisches Gesamtkonzept einfließen, das die Bundesregierung im nächsten Jahr vorlegen will.

Die Positionen der Wirtschaft sind klar: 65 Prozent der Top-Manager erhoffen sich von einer Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken niedrigere Strompreise. Allerdings kann die Wirtschaft nicht darauf setzen, dass sich längere Laufzeiten kurzfristig durchsetzen lassen. Das Thema ist zwischen den Koalitionspartnern umstritten und soll daher auch beim bevorstehenden Energiegipfel weitestgehend ausgeklammert werden.

75 Prozent der Manager sprechen sich dafür aus, neuen Stromanbietern den Marktzugang zu erleichtern, um den Wettbewerb auf dem Strommarkt zu stärken. 65 Prozent wünschen sich außerdem mehr grenzüberschreitende Stromleitungen in Europa. 62 Prozent sind der Auffassung, dass den Stromkunden der Wechsel des Anbieters erleichtert werden müsste.

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