Handelsblatt Business-Monitor
Manager sind zuversichtlicher

Die Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung in Deutschland mehren sich. Dieses Signal geben zumindest die Top-Manager der deutschen Wirtschaft. Das geht aus dem aktuellen Handelsblatt Business-Monitor hervor. Das Hamburger Psephos-Institut hat dafür im Auftrag des Handelsblatts und der Unternehmensberatung Droege & Comp. 805 Führungskräfte vom 20. Oktober bis 3. November befragt.

HB DÜSSELDORF.Danach beurteilt die Elite der deutschen Wirtschaft die aktuelle Stimmung so positiv wie seit April 2003 nicht mehr. Vier von zehn Befragten (41 Prozent) bezeichnen die aktuellen Rahmenbedingungen für die heimische Wirtschaft als „gut“ oder „eher gut“. Im September hatten sich dagegen nur 37 Prozent der Spitzenmanager so zuversichtlich über die derzeitige Lage geäußert. Bei der aktuellen Umfrage waren vor allem Führungskräfte aus Großunternehmen positiv gestimmt: Fast jeder zehnte Top-Manager in Unternehmen mit mehr als 5 000 Beschäftigten bezeichnete die Lage als „gut“ – insgesamt sahen das nur vier Prozent so.

Deutlich weniger positiv sind die Manager des Baugewerbes gestimmt. Rund zwei Drittel (65 Prozent) halten die wirtschaftliche Situation am Standort D für „schlecht“ oder „eher schlecht“. Branchenübergreifend bleibt trotz der insgesamt verbesserten Entwicklung mit 58 Prozent die Mehrheit der Entscheider der deutschen Wirtschaft skeptisch. Sie halten die aktuellen Standortbedingungen für „eher schlecht“ (52 Prozent) oder „schlecht“ (sechs Prozent).

In Zukunft werde sich das aber ändern, prognostizieren die befragten Wirtschaftsvertreter. In den nächsten zwölf Monaten werden sich die Standortbedingungen in Deutschland verbessern, erwarten 37 Prozent. Mit unverändert guten Bedingungen rechnen 22 Prozent der Befragten. Damit blickt deutlich mehr als die Hälfte (59 Prozent) der Top-Manager optimistisch in die wirtschaftliche Zukunft des Landes. Vor einem Monat waren noch sechs Prozentpunkte weniger optimistisch.

Am zuversichtlichsten äußern sich die Spitzenmanager aus den Branchen Handel, Verkehr und Nachrichtenübermittlung – und das trotz der seit Wochen schwelenden Debatte über die geplante Mehrwertsteuererhöhung. 44 Prozent der befragten Top-Manager dieser Branchen erwarten „verbesserte“ Standortbedingungen in den kommenden zwölf Monaten. Nur drei Prozent der genannten Branchenvertreter rechnen mit einer Verschlechterung. Weit pessimistischer als der Durchschnitt sind die Manager der Grundstoffindustrie; hier vertrauen nur 29 Prozent auf bessere Bedingungen.

Insgesamt sehen die jungen befragten Manager die Zukunft besonders kritisch. Nur knapp ein Viertel (24 Prozent) der unter 40-Jährigen rechnet mit verbesserten Standortbedingungen.

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