Handelsblatt Business-Monitor
Manager: Verhältnis zu USA wird besser

Die Mehrzahl der deutschen Top-Manager erwartet in der zweiten Amtszeit von US-Präsident George W. Bush eine Entspannung der transatlantischen Beziehungen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Hamburger Meinungsforschungsinstituts Psephos im Auftrag des Handelsblatts und der Unternehmensberatung Droege & Comp. Für den aktuellen Handelsblatt Business-Monitor hat Psephos 869 Unternehmer vom 24. Februar bis zum 10. März telefonisch befragt.

ink BERLIN. Immerhin 62 Prozent der Befragten erwarten eine Verbesserung der Beziehungen zwischen Deutschland und den USA. Ein Viertel geht davon aus, dass das Verhältnis weiter belastet bleibt, nur fünf Prozent rechnen mit einer Verschlechterung.

Das passt zu den versöhnlichen Tönen der politischen Führung beider Länder anlässlich des Besuches von US-Präsident Bush in Mainz sowie dem deutlichen Bekenntnis Washingtons, sich künftig wieder stärker mit den europäischen Partnern abzusprechen.

Besonders groß ist der Optimismus bei den jüngeren Führungskräften unter 40 Jahren. Mit zunehmendem Alter fallen die Antworten skeptischer aus. Auffallend sind die erheblichen regionalen Unterschiede: So glauben im Norden nur 50 Prozent an eine dauerhafte Verbesserung der Beziehungen, im Süden dagegen aber 66 Prozent.

Vor allem bei Großunternehmen ist der Optimismus allerdings getrübt. Sie klagen über die schrittweise verschärften Einreisebestimmungen in den USA in Folge der Anschläge am 11. September 2001 und der Sorge vor neuen Terrorattacken. Immerhin ein Fünftel sieht dies als „starke“ oder „sehr starke“ Behinderung ihrer Arbeit an.

Grundsätzlich lassen die früheren transatlantischen Spannungen – vor allem während des Irak-Krieges – die Manager weitgehend kalt. 90 Prozent der Befragten gaben an, dass sie von der Klimaverschlechterung zwischen Deutschland und den USA nicht betroffen waren. 44 Prozent der Unternehmen - vor allem kleine und mittlere – verfügen über kein nennenswertes Geschäft mit den USA. Dies trifft aber auch bei einem Viertel der Großunternehmen zu. Nur ein Prozent antwortete, die Streitigkeiten zwischen der US-Regierung und der Bundesregierung hätten „sehr ungünstige“ Wirkungen gehabt.

Als Unsicherheitsfaktor in naher Zukunft wird der Streit über das iranische Atomprogramm angesehen. Immerhin 43 Prozent sorgen sich vor einer Eskalation. Jeder Zehnte zeigte sich sogar „sehr besorgt“. Die Ängste sind vor allem unter den Jüngeren stark. Allerdings fand die Befragung zu einem Zeitpunkt statt, an dem noch unklar war, ob die US-Regierung den europäischen Versuch einer diplomatischen Lösung unterstützen würden. Mittlerweile haben sowohl US-Präsident Bush wie auch Mitglieder seiner Regierung klar gemacht, dass sie diesen Ansatz unterstützen wollen.

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