Handelsblatt Business-Monitor: Schröder ist Schlusslicht auf der Notenskala

Handelsblatt Business-Monitor
Schröder ist Schlusslicht auf der Notenskala

Deutsche Spitzen-Manager sind auch im Februar weiterhin unzufrieden mit der Arbeit der rot-grünen Bundesregierung. Allerdings wird die Kritik weniger drastisch formuliert als noch im Dezember vergangenen Jahres.

HB DÜSSELDORF. Die Bewertung verbesserte sich leicht von 4,4 auf nun 4,2. Das ist das Ergebnis der Februar-Umfrage im Rahmen des Handelsblatt Business-Monitors unter knapp 900 Führungskräften der deutschen Wirtschaft. Den kompletten Artikel können Sie in der Donnerstagsausgabe des Handelsblatts lesen.

Die schlechteste Note 5 wurde deutlich seltener vergeben als zuvor (33 %; -13 Punkte), die Note 4 ("schlecht") dagegen häufiger (55 %; +11). Erneut nur rund ein Zehntel (11 %; +3) äußert sich zufrieden. Die Regierung dürfte von der gestiegenen Wertschätzung von Wirtschafts- und Arbeitsminister Wolfgang Clement profitiert haben. Dessen Note verbesserte sich gegenüber dem Jahresende von 3,6 auf nun 3,1 deutlich. Außenminister Joschka Fischers Bewertung kletterte von 3,2 auf 3,0. Damit hat Fischer die beste Note im Kabinett bekommen. Auch Finanzminister Hans Eichel konnte sich verbessern, er wird mit 4,1 statt 4,4 bewertet. Absolutes Schlusslicht ist aber Bundeskanzler Gerhard Schröder, dessen Note bei 4,4 verharrt. Erstmals seit Beginn der Befragungen zum Business-Monitor Anfang 1999 erhält der Kanzler damit eine deutlich schlechtere Note als sein Kabinett insgesamt.

Die beste Note überhaupt gab es für CDU-Chefin Angela Merkel mit 2,8 nach 2,9 im Dezember. Auch die Arbeit der CDU/CSU-Opposition gefällt den Spitzen-Managern wieder besser. Sie vergeben ein 3,0 nach 3,3. Die Zahl der ausdrücklichen Kritiker hat sich von 36 % im Dezember auf jetzt 19 % fast halbiert. Für die FDP-Opposition geht es von 4,2 auf Note 3,6 bergauf. Auch enn die kritischen Töne ("schlecht" bzw. "sehr schlecht") mit zusammen 53% noch leicht überwiegen, haben sie sich doch um 30 Prozentpunkte verringert. Partei-Chef Guido Westerwelle erhält nun die Note 3,7 statt vorher 4,0. Die Skala reicht von 1 (="sehr gut") bis 5 (="sehr schlecht").

Im Auftrag des Handelsblatts befragt das PSEPHOS-Institut für Wahlforschung und Sozialwissenschaft seit Februar/März 1999 neunmal pro Jahr ein repräsentativen Panel von deutschen Top-Entscheidern. Für die Panel-Welle Februar 2003 wurden in der Zeit vom 28. Januar bis 14. Februar 899 Führungskräfte mit einem standardisierten Fragebogen telefonisch befragt.

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