Handelsblatt Business-Monitor
Spitzenmanager fürchten Image-Verlust

Das unklare Wahlergebnis und die Debatte über die zukünftige Regierung schaden dem Ansehen Deutschlands im Ausland. Zu diesem Ergebnis kommt der Handelsblatt Business-Monitor, für den das Hamburger Psephos-Institut in der Zeit vom 26. bis 29. September 2005 im Auftrag des Handelsblatts und der Unternehmensberatung Droege & Comp. 628 Führungskräfte in einer repräsentativen Blitzerhebung befragt hat.

HB DÜSSELDORF. Laut Handelsblatt Business-Monitor sind 42 Prozent der befragten deutschen Manager sogar der Meinung, dass die unklare politische Situation dem Ansehen Deutschlands als Wirtschafts- und Investitionsstandort „sehr“ schadet. Noch einmal ebenso viele der interviewten Führungskräfte sagen, die Debatte schadet dem Standort D immerhin noch „etwas“. Nur 16 Prozent sind der Auffassung, die Folgen des unklaren Wahlausgangs beeinträchtigen das Ansehen des Landes im Ausland „gar nicht“. Vor allem die Manager des exportorientierten verarbeitenden Gewerbes betrachten das Image des Standorts Deutschland als „sehr“ beschädigt.

Dennoch wollen sich die Unternehmen in ihren eigenen Investitionsentscheidungen von der aktuellen politischen Situation nicht beeinflussen lassen – weder Großkonzerne noch Mittelständler: Die große Mehrheit der Befragten, 80 Prozent, fällt ihre Investitionsentscheidungen „unabhängig“ von dem Wahlergebnis und der anschließenden Ungewissheit über die zukünftige Regierung.

Besondere Unabhängigkeit demonstrieren die Manager der Bergbau-, Energie-, Mineralöl- und Chemie-Industrie: 98 Prozent geben an, ihre Investitionsentscheidung habe „nichts damit zu tun“, wer künftig regieren wird. Anders im Baugewerbe: Gut ein Drittel aller befragten Spitzenmanager dieser Branche will nach der Bundestagswahl die Investitionen „sehr“ oder „etwas einschränken“. Branchenübergreifend geben das nur 19 Prozent an.

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