Handelsblatt Business-Monitor
Unternehmen glauben an 2007

Deutschlands Unternehmer gehen überraschend zuversichtlich in das Jahr 2007. Sie wollen in den kommenden zwölf Monaten ihre Investitionen nochmals kräftig erhöhen und ihre Belegschaften aufstocken. Dies ist die Kernbotschaft einer exklusiven Umfrage, die das Marktforschungsinstitut Psephos im Auftrag des Handelsblatts durchgeführt hat.

DÜSSELDORF. Im Zeitraum vom 11. bis zum 24. August wurden knapp 800 Führungskräfte befragt. Fast ein Drittel der Unternehmen will in den nächsten zwölf Monaten zusätzliche Mitarbeiter einstellen, während nicht einmal jedes fünfte Entlassungen plant. Damit fällt der Saldo der Beschäftigungspläne seit Jahresbeginn kontinuierlich günstiger aus – die Belebung auf dem Arbeitsmarkt dürfte also anhalten. Dafür sprechen auch die Investitionspläne der Unternehmen: 32 Prozent wollen in den kommenden zwölf Monaten mehr investieren, nur zehn Prozent weniger. Und mehr als die Hälfte der Unternehmen erwartet sogar, dass ihr Umsatz im kommenden Jahr steigen wird.

Diese Zuversicht der Unternehmen spiegelt sich auch in ihrer Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wider. Die meisten rechnen im kommenden Jahr mit „gar keinem Abschwung“ (38 Prozent) oder höchstens „einem kurzen Knick“ (51 Prozent). Einen „länger anhaltenden Abschwung“ erwarten lediglich neun Prozent der befragten Spitzenmanager.

Die Mehrheit der Bankvolkswirte rechnet dagegen für 2007 mit einem deutlichen Wachstumsrückgang auf 1,1 Prozent. Sie verweisen auf die Anhebung der Mehrwertsteuer zum Jahreswechsel und auf die sich abkühlende Weltwirtschaft.

Dennoch sind selbst Unternehmen mit einem hohen heimischen Umsatzanteil erstaunlich optimistisch – obwohl sie von der Steuererhöhung stärker betroffen sind. Die 25 größten deutschen börsennotierten Unternehmen, die mindestens die Hälfte ihrer Umsätze hier zu Lande erwirtschaften, rechnen 2007 mit besseren oder ebenso guten Geschäften wie 2006. Sie wurden vom Handelsblatt separat nach ihren Aussichten befragt. Auch mit Blick auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung erwarten sie, dass es nur eine kleine Wachstumsdelle oder gar keinen Abschwung geben wird. Sie prognostizieren einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,4 Prozent.

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