Handelsblatt-Business-Monitor
Unternehmen investieren vorsichtig

Der Stimmungswandel in der deutschen Wirtschaft schlägt sich noch nicht in neuen Investitionsvorhaben nieder: Der Anteil der Unternehmen, die planen, ihre Investitionen in nächster Zeit zurückzufahren, ist im Oktober wieder leicht gestiegen.

DÜSSELDORF. Die Stimmung ist besser als das tatsächliche unternehmerische Handeln: Während Konjunktur-Indikatoren wie der Ifo-Geschäftsklimaindex auf einen langsamen Aufschwung hindeuten, wird in den meisten Firmen nur sehr begrenzt über zusätzliche Investitionen nachgedacht.

Nach der jüngsten Umfrage des Handelsblatt Business-Monitors unter Deutschlands Managern zeigt sich, dass die Vorsicht überwiegt. Im Oktober hat sich die Investitionsneigung gegenüber dem Vormonat sogar noch einmal abgeschwächt. 18 % der 806 befragten Manager planen in den nächsten Monaten höhere Investitionen – ein Prozentpunkt weniger als im September. Ihre Investitionen verringern wollen 26 % nach 23 % im Vormonat.

Die Zurückhaltung betrifft alle Branchen, viele Unternehmen werden nächstes Jahr allenfalls soviel investieren wie 2003. Typisch sind Äußerungen wie von Hero Brahms, Finanzvorstand beim Maschinenbauer Linde: „Wir planen für 2004 Investitionen in Höhe von zehn Prozent des Konzernumsatzes. Damit liegt die Investitionsquote auf dem Niveau des Vorjahres.“ Im Vergleich zu September werden rückläufige Investitionsvorhaben vor allem aus mittelgroßen Unternehmen (bis 5 000 Beschäftigte) gemeldet.

Vorsichtig sind die Ankündigungen aus der Chemie-Branche. Der Ludwigshafener Konzern BASF verfolgt das Ziel, sein jährliches Investitionsvolumen auf ein Niveau unterhalb der Abschreibungen zu drücken. BASF begründet das damit, dass Ende der 90er-Jahre stark investiert worden sei.

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