Handelsblatt-Umfrage belegt Trend zu mehr Transparenz
Weitere Konzerne legen Bezüge offen

Immer mehr der im Deutschen Aktienindex (Dax) notierten Unternehmen wollen die Einkünfte ihrer Vorstandsmitglieder individuell ausweisen. Das ist das Ergebnis einer Handelsblatt-Umfrage. Elf der 30 Dax-Unternehmen kündigten an, die Bezüge künftig offen zu legen oder einen solchen Schritt zu prüfen. Zehn weitere Firmen folgen der Empfehlung der Cromme-Kommission bereits.

jkn/ms/wb FRANKFURT. Lediglich neun Unternehmen wollen daran festhalten, nur die Gesamtbezüge aller Vorstandsmitglieder bekannt zu geben. Die Zahl der Dax-Unternehmen, die die Bezüge individuell ausweisen wollen, ist damit nach der anhaltenden Diskussion über das Thema in den vergangenen Monaten stetig gestiegen.

Die Führungskräfte der deutschen Wirtschaft sind in dieser Frage uneins. Das belegt der Handelsblatt Business-Monitor, eine Umfrage unter 825 Managern. 49 Prozent der Führungskräfte sprechen sich für einen Einzelausweis der Bezüge bei börsennotierten Aktiengesellschaften aus. 41 Prozent der Manager stehen einer solchen Praxis kritisch gegenüber. Sie halten die Nennung einer Gesamtsumme für ausreichend. Neun Prozent sind gegen jegliche Angaben.

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) will die Vergütung von Vorständen an die Entwicklung des Lohnniveaus koppeln. In einem Gastbeitrag für die „Financial Times Deutschland“ sprach sich Zypries dafür aus, die Lohnentwicklung als Maßstab für die Vorstandsbezahlung in die Empfehlungen der CrommeKommission aufzunehmen, die die deutschen Corporate-Governance- Regeln erarbeitet hat.

Schelte gibt es für die Optionspläne der Unternehmen. Viele Anreizsysteme würden die Interessen der Aktionäre unzureichend widerspiegeln, schreibt die Fondsgesellschaft Union Investment. Häufig würden die Renditeziele zu niedrig angesetzt. Viele Manager müssten noch nicht einmal in Aktien des eigenen Unternehmens investieren.

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