Restrukturierung spielt große Rolle
Großkonzerne planen wieder Fusionen und Übernahmen

Nach drei Jahren Flaute stehen die Chancen für eine Erholung des darniederliegenden Marktes für Fusionen und Übernahmen (M&A) gut. Das ist das Ergebnis der aktuellen Umfrage des Handelsblatt-Business-Monitor für die Monate Juli und August.

DÜSSELDORF. Vor allem bei deutschen Großkonzernen stehen nach langer Zurückhaltung wieder Fusionen und Übernahmen auf dem Programm. Trüber sieht dagegen die Lage beim Thema Börsengänge aus. Kaum ein Unternehmen will sich derzeit mit neuen Aktien an den Markt wagen. Dem Monitor zufolge haben immerhin 27 % aller deutschen Großunternehmen bereits ein konkretes Ziel für eine Übernahme ins Auge gefasst. Weitere 10 % geben zu Protokoll, dass sie sich derzeit auf dem Markt umschauen. Bei den mittelgroßen Unternehmen liegen die entsprechenden Werte bei 23, bzw. 12 % und bei den kleinen Firmen bei 15 und 7 %. Dabei geht das Interesse an Übernahmen quer durch alle Branchen.

Trotz des neuen Mutes zur Expansion spielt auch das Thema Restrukturierung für die deutsche Wirtschaft nach wie vor eine große Rolle. 30 % aller befragten Manager in Großunternehmen planen den Verkauf von Unternehmensteilen.

Während sich am M&A-Markt eine Belebung abzeichnet, sieht die Lage bei Börsengängen und Aktienplatzierungen nach wie vor trübe aus. Trotz der deutlichen Erholung der Kurse in den vergangenen Monaten ist die Börse als Finanzierungsmittel für die Unternehmen derzeit noch nicht attraktiv oder noch zu unsicher. Lediglich 2 % der nicht börsennotierten Unternehmen (ab 100 Beschäftigten) denken derzeit über den Gang an den Aktienmarkt nach.

Kaum positiver sieht die Lage bei Kapitalerhöhungen aus. Für mehr als 90 % der Befragten ist die Platzierung neuer Aktien derzeit keine Option.

Im Auftrag des Handelsblattes befragt das PSEPHOS-Institut für Wahlforschung und Sozialwissenschaften seit Februar/März 1999 neunmal pro Jahr ein repräsentatives Panel von deutschen Top-Entscheidern. Für die Panel-Welle Juli/August 2003 wurden 797 Manager vom 17. Juli bis zum 1. August mit einem standardisierten Fragebogen telefonisch befragt.

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