Topmanager
Finanzmarktkrise trifft Arbeitsmarkt

Die Finanzmarktkrise wird sich in den nächsten Monaten auf den deutschen Arbeitsmarkt auswirken. Das ist das zentrale Ergebnis des Handelsblatt Business-Monitors, einer exklusiven Umfrage des Marktforschungsinstituts Psephos im Auftrag des Handelsblatts und der Unternehmensberatung Droege & Comp. unter knapp 800 Topmanagern.

FRANKFURT. Die Zahl der Unternehmen, die in den kommenden zwölf Monaten zusätzliche Beschäftigte einstellen wollen, ist erstmals seit drei Jahren kleiner als die Zahl derer, die ihre Mitarbeiterzahl reduzieren wollen.

In der letzten Umfrage Ende September wollten noch 27 Prozent der befragten Führungskräfte zusätzliche Mitarbeiter einstellen, während 21 Prozent planten, ihre Mitarbeiterzahl zu verringern.

Inzwischen ist der Saldo weit ins Minus gerutscht: In der aktuellen Umfrage wollten nur noch 14 Prozent der Manager weitere Beschäftigte einstellen. Dagegen plant knapp ein Drittel, ihre Mitarbeiterzahl zu verringern. Vor allem Großunternehmen mit mehr als 5 000 Beschäftigten haben das vor – hier liegt der Anteil bei 40 Prozent.

Dass sich die Beschäftigungspläne der Manager innerhalb weniger Wochen massiv verschlechtert haben, hat laut ZEW-Arbeitsmarktexperte Holger Bonin zwei Gründe: einen „realen“, weil sich die Finanzmarktkrise auf die Realwirtschaft auswirke, und einen „psychologischen“, weil sich die Stimmung mit jeder schlechten Nachricht weiter eintrübe.

Hier kam eine weitere hinzu: Die Zahl der offenen Stellen ist zwischen Juli und September auf den niedrigsten Stand seit über zwei Jahren gesunken. Nur noch rund eine Million offene Stellen zählte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im dritten Quartal.

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