Unternehmen geben dem größten deutsche Kreditinstitut schlechte Noten
Deutsche Bank hat ein Imageproblem

Das Firmenkundengeschäft der Deutschen Bank genießt bei Unternehmen kein hohes Ansehen. Sparkassen und Landesbanken haben in dieser Hinsicht ein wesentlich besseres Image.

BERLIN. Das ist das Ergebnis des Handelsblatt Business-Monitors vom Mai 2005. In einer repräsentativen Umfrage wurden vom Psephos-Institut 857 Führungskräfte im Auftrag des Handelsblatts und der Unternehmensberatung Droege & Comp. zum Thema Image von Banken und Kreditinstituten befragt.

Auf einer Skala von eins („sehr gut“) bis fünf („sehr schlecht“) erreichen die Sparkassen und Landesbanken durchschnittlich den Wert 2,6. Volks- und Raiffeisenbanken folgen mit der Note 2,8. Unter den privaten Banken schneidet die Deutsche Bank mit einer Bewertung von 3,3 am schlechtesten ab.

Überdurchschnittlich viel, nämlich 14 Prozent der Befragten, attestierten der größten deutschen Bank dabei ein „sehr schlechtes Image“. Selbst bei der Beurteilung durch die Großunternehmen allein kommt die Deutsche Bank nicht über eine Bewertung von 2,9 hinaus. Das beste private Institut, die Commerzbank, kommt bei allen Befragten auf eine Durchschnittsbewertung von drei, Dresdner Bank und Hypo-Vereinsbank liegen gleichauf mit 3,1.

Viele Unternehmen klagen, die Privatbanken verhielten sich im Gegensatz zu den öffentlich-rechtlichen Instituten bei der Kreditvergabe zu zögerlich. Außerdem werfen Kritiker der Deutschen Bank vor, das Deutschlandgeschäft vernachlässigt zu haben. Tatsächlich erwirtschaftet die Bank mittlerweile den größten Teil ihres Gewinns im Ausland. Um im Heimatmarkt wieder stärker zu werden, organisierte sie Ende 2004 das Deutschland-Geschäft neu und ernannte Jürgen Fitschen zum neuen Deutschland-Chef.

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