Wirtschaft
Trotz Krise bleibt ein Fünkchen Hoffnung

Immerhin ein Fünkchen. Ein Fünkchen Hoffnung ist da. Geschlagen haben es 14 Prozent der deutschen Unternehmen, die in den kommenden zwölf Monaten die Zahl ihrer Mitarbeiter erhöhen wollen. Seit zehn Jahren gibt es den Handelsblatt Business-Monitor - und er hat sich in dieser Zeit zu einer Stimme der Wirtschaft entwickelt.

FRANKFURT. Im Februar trug sich mit zwölf Prozent eine noch kleinere Gruppe mit der Absicht, Mitarbeiter einzustellen. Dass die optimistischen Unternehmen kein wärmendes Licht entzünden können, liegt an den Pessimisten. Die haben sich innerhalb der vergangenen Wochen stark vermehrt: Inzwischen wollen 36 Prozent der Unternehmen Personal abbauen, nach 29 Prozent im Februar. Damit geht die Schere zwischen den beiden Gruppen immer weiter auseinander.

Diese Aussichten für die Entwicklung des Arbeitsmarktes ergeben sich aus einer Umfrage von Psephos im Auftrag des Handelsblatts und der Unternehmensberatung Droege & Comp. - der "Handelsblatt Business-Monitor" sagt bereits seit zehn Jahren zuverlässig Trends in der Wirtschaft voraus.

Seit 1999 werden für den Monitor neunmal jährlich unter anderem die Beschäftigungspläne der Unternehmen erfragt. Daran nimmt ein Abbild der Entscheider der ersten Führungsebene deutscher privatwirtschaftlicher Unternehmen teil - ein festes Panel von Managern aus kleinen, mittleren und großen Unternehmen mit mindestens hundert Beschäftigten aus allen wichtigen Branchen der Wirtschaft, allen Regionen und jeder Altersgruppe.

Wie sehr auf den Frühindikator Verlass ist, zeigte sich beispielsweise im Herbst vergangenen Jahres: Im November fiel die Zahl der Unternehmen, die in den kommenden zwölf Monaten zusätzliche Beschäftigte einstellen wollten, erstmals seit drei Jahren unter die Zahl derjenigen, die ihre Mitarbeiterzahl reduzieren wollten. Kurz darauf drehte sich dann auch in der amtlichen Statistik der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit das Vorzeichen - und die Zahl der Arbeitslosen ging erstmals nach knapp vier Jahren des Stellenaufbaus wieder in die Höhe.

"Wir werden nicht umhinkommen, stärker über Gehaltskürzungen statt wie zuletzt über Erhöhungen zu diskutieren und die Flexibilität der Arbeitszeiten noch weiter voranzutreiben", sagt Wienand Schruff, der dem Vorstand des Wirtschaftsprüfungsunternehmens KPMG angehört. Der Manager nimmt seit der ersten Stunde regelmäßig an der Handelsblatt-Umfrage teil. Die aktuelle Entwicklung hält er für einzigartig: "Was seit dem Platzen der Immobilienblase in den USA weltweit passiert ist, stellt alle anderen Ereignisse der vergangenen Jahre in den Schatten."

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