Handelsblatt BWL-Ranking 2014
St. Gallen ist der Star unter den Unis

Nirgendwo sonst im deutschsprachigen Raum veröffentlichen Betriebswirte mehr prominente Studien als an der Uni St. Gallen. Das Handelsblatt-Ranking zeigt: In Sachen Forschung sind die Unis im Süden besonders gut.
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DüsseldorfDer Titel der forschungsstärksten BWL-Fakultät im deutschsprachigen Raum geht in diesem Jahr erneut an die Universität St. Gallen. An keiner anderen Hochschule in Deutschland, Österreich oder der Schweiz haben die Betriebswirte in den vergangenen zehn Jahren so viele so prominente Studien veröffentlichen können wie hier. Das zeigt das neue Handelsblatt BWL-Ranking.

Schon beim vergangenen Mal – im Jahr 2012 – lag St. Gallen vorne. Auch die weiteren Top-Unis kommen in diesem Jahr aus dem Süden: Die Uni Zürich hat sich auf Platz zwei vorgekämpft (vorher Rang drei), die TU München auf Platz drei (vorher fünf). Auf den Plätzen vier und fünf folgen die beiden Wiener Hochschulen: Die WU Wien und die Uni Wien.


Das BWL-Ranking erscheint alle zwei Jahre. Dafür lässt das Handelsblatt alle Studien erfassen, die Forscher aus dem deutschsprachigen Raum in den wichtigsten Fachjournalen der BWL publiziert haben. Anhand dieser Daten werden Punkte vergeben – und die forschungsstärksten Betriebswirte und Fakultäten gekürt. Die Datenarbeit übernimmt ein renommiertes Team der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich. Insgesamt werden dabei weit über 2000 Forscher und mehr als 1000 Journale berücksichtigt. Sie kommen aus allen Teildisziplinen der BWL – vom Rechnungswesen bis zur Managementlehre.

Auch einige eher kleine Fakultäten haben es in die Gruppe der 25 forschungsstärksten Fakultäten geschafft. So haben die ETH Zürich (Platz 7), die TU Darmstadt (Platz 17) und die Uni Jena zwar jeweils nur etwa zehn Professoren, doch wegen der hohen Pro-Kopf-Punktzahl konnten sie einige größere Fakultäten hinter sich lassen.
Die vollständigen Ranglisten sind hier abrufbar.

Der Rangplatz einer Fakultät ergibt sich aus der Summe der Punktzahlen, die ihre Wissenschaftler in den vergangenen zehn Jahren erarbeitet haben. Für jeden Artikel, den ein BWLer – der aus dem deutschsprachigen Raum stammt oder dort forscht – in einem prominenten Fachjournal veröffentlicht hat, bekommt er Punkte. Auch ist die Zahl der Autoren ausschlaggebend: Arbeitet ein Forscher als Einziger an einem Projekt, bekommt er die Punkte allein – ansonsten wird die Zahl aufgeteilt. Die Handelsblatt-Liste der Zeitschriften, die die Gewichtung der Journale festlegt, entsteht durch die Zusammenfassung von vier anderen Listen, die international in der Forschung benutzt werden. Eine ausführliche Beschreibung der Methodik des Rankings finden Sie hier.

Der Redakteur des Handelsblatts ist Experte für Konjunktur.
Hans Christian Müller-Dröge
Handelsblatt / Redakteur

Kommentare zu " Handelsblatt BWL-Ranking 2014: St. Gallen ist der Star unter den Unis"

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  • Die Hochschulen in der Schweiz sind traditionell viel besser als die deutschen, welche sich in "Gebühren oder nicht" zerdiskutieren.

    Seit der Bund sich in die Länderzuständigkeiten weiter einmischt, ist abzusehen, daß die miese Qualität sich in Deutschland noch weiter verschlechtern wird.

    Sozialismus breitet sich in Deutschland viel schneller aus als in der vernünftig ausgerichteten Schweiz.
    Obwohl auch in der Schweiz die Idiotie aus Deutschland zunehmend hinüber schwappt.
    Noch hält sich das in Grenzen, dem Tell sei gedankt.

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