Caio Koch-Weser gilt als Favorit bei Welteke-Nachfolge
Welteke hält an seinem Amt fest

Ernst Welteke gibt nicht so leicht auf. Ungeachtet des immensen Druckes der Bundesregierung, der Opposition und offensichtlich auch aus der Bundesbank will er nach seiner Luxus- Hotel-Affäre seinen Posten erst räumen, wenn Bundesbank-Vorstand und Staatsanwaltschaft ihm eindeutige Verfehlungen nachweisen.

HB BERLIN/FRANKFURT. Schaden für Amt und Institution scheinen ihn bisher nicht sonderlich zu rühren. Er legt es nach Einschätzung von Beobachtern offensichtlich auf eine Konfrontation an.

Doch auch wenn die Entscheidung des Bundesbank-Vorstandes nicht zu einem sofortigen Rücktritt Anlass geben sollte, die Bundesregierung wird ihren in den vergangenen Tagen aufgebauten Druck auf Welteke nicht so ohne weiteres verringern. Sie denkt auch schon darüber nach, wie ähnliche Situationen künftig vermieden werden können. Nach Abschluss dieses Vorganges müsse eventuell nochmals darüber geredet werden, dass die Bundesregierung den Bundesbankpräsidenten nicht nur vorschlagen, sondern auch wieder abberufen kann, deutete der Sprecher des Bundesfinanzministeriums, Jörg Müller, an.

Die Bundesregierung will dem 61-jährigen Welteke nicht nachsehen, dass er sich die Unterbringung zur Jahreswende 2001/2002 im Berliner Hotel Adlon von 7 660 Euro von der Dresdner Bank bezahlen ließ. Sie will auch vermeiden, dass bei einer länger anhaltenden Debatte in der Öffentlichkeit noch mehr ähnliche Verfehlungen ans Licht kommen und für weiteren Verdruss sorgt. Sie scheint entschlossen, den Posten schnell neu zu besetzen.

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