Chefvolkswirt Issing mahnt Einhaltung des Stabilitätspaktes an
EZB verteidigt ihre Geldpolitik

Otmar Issing verteidigt die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Die EZB habe die Voraussetzungen für mehr Wachstum geschaffen.

HB FRANKFURT/M. Otmar Issing, Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), hält die geldpolitischen Voraussetzungen für mehr Wirtschaftswachstum für gegeben. Die EZB habe die Weichen entsprechend gestellt. „Die Zinsen, real und auch nominal, sind so niedrig wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr“, sagte Issing dem Magazin „Focus Money“. „Die Geldpolitik hat Bedingungen für ein sehr viel stärkeres Wachstum gesetzt.“

Der EZB-Chefvolkswirt forderte die Länder der Euro-Zone erneut darauf, den europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakt einzuhalten. Issing bezeichnete Jean-Claude Trichet als „idealen Nachfolger“ für den scheidenden EZB-Präsidenten Wim Duisenberg. Trichet wird am 1. November an die Spitze der Zentralbank rücken.

Auch Bundesbankpräsident und EZB-Ratsmitglied Ernst Welteke hatte erst am Dienstag betont, dass die Geldpolitik der Zentralbank kein Hindernis für mehr Wachstum sei. Seit Juni liegt der Leitzins in der Euro-Zone bei zwei Prozent. Angesichts der erwarteten wirtschaftlichen Erholung in der Euro-Zone gehen die meisten Experten davon aus, dass die EZB die Zinsen nicht weiter senken wird.

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