Clement weiter optimistisch
IW erwartet keine durchgreifende Erholung

Deutsche Unternehmen beurteilen die wirtschaftliche Entwicklung in diesem Jahr einer Umfrage zufolge weiterhin skeptisch. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt werde voraussichtlich um nicht mehr als 1,5 % zulegen, berichtete das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) nach einer Befragung von insgesamt 1133 Unternehmen am Montag in Berlin.

HB BERLIN. „Damit wird die wirtschaftliche Erholung auch im Jahr 2004 wieder nicht auf einem breiten, sich selbst tragenden Fundament stehen“, sagte IW-Geschäftsführer Rolf Kroker. Die Bundesregierung rechnet mit einem Wachstum zwischen 1,5 und 2 %.

Von einer Erholung, „die auch dem Arbeitsmarkt auf die Beine hilft, kann keine Rede sein“, meint das Institut. Auch bei den Investitionen sei keine Besserung in Sicht. Deutschland bleibe zum vierten Mal in Folge in einer „Seitwärtsbewegung“. Gut 35 % der Betriebe im Westen und 38 % in Ostdeutschland rechnen mit weiter rückläufiger Beschäftigung. Nur 15 % der westdeutschen und 11 % der ostdeutschen Firmen wollen ihren Personalbestand aufstocken. Kroker sprach von „katastrophalen Arbeitsmarktperspektiven“.

Immerhin erwarten aber bundesweit etwa 40 % der Unternehmen eine Zunahme der Produktion, nur 26 % (Ost) beziehungsweise 18 % (West) rechnen mit einer Abnahme. Die Zuversicht beruhe im wesentlichen auf dem Auslandsgeschäft, das sich nach Meinung von 30 % der Ost- und 39 % der West-Firmen beleben dürfte. Die Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar und asiatischen Währungen schlage sich derzeit nicht allzu dämpfend auf die Exportperspektiven nieder.

Nur 23 % der befragten Betriebe wollen aber in diesem Jahr ihre Investitionen erhöhen, während 27 % der Unternehmen im Westen und 36 % im Osten weitere Abstriche für unausweichlich halten. Damit fehle der wirtschaftlichen Erholung im Inland ein tragfähiges Fundament.

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