Commerzbank-Analyse
Der Aufschwung hat bereits begonnen

Die Volkswirte der Commerzbank sind der Meinung, dass der Aufschwung in Deutschland schon begonnen hat. Die Wende am Arbeitsmarkt kommt aber frühestens Mitte 2004.

HB FRANKFURT/M. Dies sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Ulrich Ramm am Montag in Frankfurt. Der Anstieg der Beschäftigung dürfte zunächst jedoch verhalten bleiben. Dennoch werde dies zu einem wichtigen Stimmungsumschwung - als Voraussetzung für höhere Konsumausgaben - beitragen.

Hauptsächlich getragen von der deutlich anziehenden Weltkonjunktur rechnet die Frankfurter Großbank für 2004 und 2005 mit einer Steigerung des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von jeweils 2,0 Prozent. Diese Wachstumszahlen seien allerdings in beträchtlichem Ausmaß durch eine unterschiedliche Anzahl von Arbeitstagen beeinflusst. Ohne diesen Effekt würde sich die gesamtwirtschaftliche Leistung 2004 auf knapp 1,5 Prozent und 2005 auf 2,25 Prozent belaufen.

Auch die Aufwertung des Euro gegenüber dem Dollar dürfte die starken Impulse aus dem Exportgeschäft nicht behindern. Schließlich seien eine Reihe negativer Faktoren entfallen, die noch in der ersten Jahreshälfte 2003 die Konjunktur belasteten. Dazu gehörten die Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Irak-Krieg und der erneute Kurseinbruch an den Aktienmärkten. Die Lage im Irak bleibe zwar weiter unübersichtlich, der befürchtete Flächenbrand im Mittleren Osten mit negativen Auswirkungen auf die Rohölversorgung der Weltwirtschaft sei aber ausgeblieben, betonte der Leiter der Volkswirtschaftlichen Abteilung, Ralph Solveen.

Innerhalb des gemeinsamen Währungsraums hat die deutsche Exportwirtschaft nach Darstellung der Commerzbank zudem ihre preisliche Wettbewerbsfähigkeit seit Ende 1998 bereits um fünf Prozent verbessert. „Diese Tendenz wird sich angesichts einer weiterhin unter dem europäischen Durchschnitt liegenden deutschen Teuerungsrate in den kommenden Jahren fortsetzen.“

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