Creditreform
Wirtschaft trotz steigender Risiken stabil

Die Schuldenkrise und die schwachen Konjunkturaussichten in Europa und den USA sorgen nach Ansicht der Wirtschaftsauskunftei Creditreform für zunehmende Risiken. Noch sei die deutsche Wirtschaft aber stabil genug.
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BerlinDie deutsche Wirtschaft sei stabil genug, um den guten Kurs in den nächsten Monaten trotz geringeren Tempos fortzusetzen, teilte das Unternehmen am Donnerstag zu seinem Indikator für das zweite Quartal mit. „Die Aussichten sind aber dennoch gut, so dass 2011 das beste Jahr seit 20 Jahren werden dürfte.“ Die Geschäftserwartungen hätten sich zum ersten Quartal nur minimal eingetrübt, die Lage-Beurteilung habe sich deutlich verbessert.

Allerdings seien die Firmen bei Investitionen zurückhaltender. Wegen einer besseren Finanzlage gingen die Betriebe unterm Strich gestärkt in die sich abzeichnende Konjunkturabschwächung. Das Insolvenzrisiko habe sich verringert. Vorreiter im Aufschwung sei nach wie vor das Verarbeitende Gewerbe. „Insbesondere Chemiebranche und Metall- und Elektroindustrie zeigen sich derzeit in einer hervorragenden Verfassung“, teilte Creditreform mit. Die deutschen Autobauer hatten zuletzt positive Bilanzen für das zweite Quartal vorgelegt und zum Teil Rekordgewinne eingefahren.

Auch in der Chemiebranche geht es bergauf, der Lanxess-Konzern erhöhte sogar seine Jahresprognose. Der Start ins dritte Quartal sei vielversprechend, betonte Firmenchef Axel Heitmann. Allerdings werde das zweite Halbjahr etwas schlechter ausfallen als der erste.

Trotz allmählicher Verbesserung haben Transport- und Logistikgewerbe laut Creditreform bei der Branchenentwicklung noch immer die rote Laterne. Sogar abwärts ging es bei den konsumnahen Dienstleistern und im Einzelhandel. Der Bau konnte deutlich zulegen. „Die aktuelle Wirtschaftslage in den zehn Hauptbranchen macht aber deutlich, dass die Binnenmarktsektoren Mühe haben werden, die exportorientierte Industrie als künftigen Wachstumstreiber abzulösen.“ Viele Ökonomen setzen darauf, dass die Inlandsnachfrage in die Bresche springt, wenn der Außenhandel wegen der abflauenden Weltwirtschaft für weniger Impulse sorgt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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