Dämpfer
US-Arbeitsmarktzahlen enttäuschen

Die massiven Kürzungen im US-Haushalt schaden der Wirtschaft offenbar mehr als erwartet. Im März wurden so wenig neue Stellen geschaffen wie seit neun Monaten nicht mehr.
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WashingtonEnttäuschung auf dem US-Jobmarkt: Nach Angaben des Arbeitsministeriums wurden im März lediglich 88 000 neue Stellen geschaffen - Experten hatten zuvor mit dem Doppelten gerechnet. Dennoch sank die Arbeitslosenquote im März leicht auf 7,6 Prozent (Februar: 7,7 Prozent), teilte die Regierung am Freitag mit. Das ist die niedrigste Rate seit vier Jahren. Postbank-Ökonom Heinrich Bayer führt den Rückgang auf die geringere Zahl der Erwerbspersonen zurück, also Menschen, die entweder einer Erwerbstätigkeit nachgehen oder sich aktiv um eine Stelle bemühen.

Die März-Rate ist nach Ansicht von Fachleuten besonders wichtig: Selbst Pessimisten hatten mit einem „Frühlingserwachen“ gerechnet. Noch im Februar waren nach revidierten Zahlen des Ministeriums 268 000 neue Jobs hinzugekommen, im Januar waren es revidiert 148 000.

„Bei Neueinstellungen sieht es nach wie vor schwach aus“, sagte ein Analyst in New York der Finanzagentur Bloomberg. Zwar sei für die zweite Jahreshälfte eine weitere Erholung der Wirtschaft zu erwarten, fraglich sei aber, ob es zu einem Durchbruch bei den Jobs kommt. Experten meinen, ein entscheidender Unsicherheitsfaktor sei der Haushaltsstreit um automatische Kürzungen. Die Zentralbank stellt sich ohnehin auf einen längeren Kampf an der Jobfront ein.

Am stärkste sind Teenager vom Jobmangel betroffen: Nach Angaben des Ministeriums sind 24,2 Prozent der Jugendlichen ohne Job. 13,3 Prozent der Schwarzen sei arbeitslos, bei den Latinos liege die Rate bei 9,2 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ha, ha, ha - ja das Giralgeldsystem bricht so langsam zusammen !! Die FED kauft schon jeden Monat amerikanische Staatsanleihen für 80 Milliarden Dollar auf. Also jedes Jahr eine Billion Dollar :-) !! Die Staatsschulden in den USA habe sich in 6 Jahren nahezu verdoppelt !! Trotz Zinssenkungen, fluten der Märkte mit Geld (Giralgeld), das nie erwirtschaftet wurde. Trotz Aufkäufe von Staatsanleihen. Ja, die Wirtschaft kommt nicht in Schwung !! Das kommt davon, wenn man auf Banken hört und ihre Ratschläge befolgt, liebe Regierungen !! Ja, da hilft alles Schönreden nichts und auch keine Propaganda seitens der Regierung und der FED. Man kann Mathematik und Physik auch im Geldsystem nicht einfach außer Kraft setzen. Über 40 Millionen Bürger der USA leben von Lebensmittelmarken. Andererseits haben Banken in den USA 2012 sage und schreibe 20 Milliarden Dollar an Boni an ihre Bankster bezahlt. Und das verblödete Volk denkt immer noch, dass die Regierungen Poltik für das Volk machen. In Brüssel sind Tausende von Lobbyisten vertreten, die jeden Tag versuchen Einfluss auf die Politiker zu nehmen.
    Das Geldsystem ist am Ende. Das Vertrauen schwindet von Tag zu Tag !! Wer jetzt nicht reagiert wird am Ende dumm aus der Wäsche schauen !!Die Brandmauern, die Bazooka, die dicke Berta - was hat es geholfen ??? Hilft nur noch die Atombombe- aber das ist auch nur Propaganda !!

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