„Daten nicht katastrophal“
Krise lässt Frankreichs Schulden wachsen

Die weltweite Finanzkrise hat die Staatsverschuldung Frankreichs in die Höhe getrieben. Ende vergangenen Jahres sei der Schuldenstand auf 68 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gestiegen, teilte die nationale Statistikbehörde INSEE am Dienstag mit.

HB PARIS. Damit erhöhte sich die Staatsverschuldung in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone im letzten Vierteljahr um 42,9 Mrd. Euro auf 1,327 Billionen Euro. Die Quote von 68 Prozent liegt 1,9 Prozentpunkte höher verglichen mit der Ende des dritten Quartals ausgewiesenen Zahl und übertrifft deutlich den von der Europäischen Union verordneten Rahmen von 60 Prozent.

Experten gaben aber nach Vorlage der Zahlen Entwarnung. "Die Daten sind nicht katastrophal, wenn man sie mit denen aus den USA und Japan vergleicht", sagte Alexander Law von XERFI. Die französische Volkswirtschaft bleibe solide und man müsse derzeit nicht mit einem Staatszusammenbruch rechnen, fügte der Volkswirt hinzu. Der französische Budgetminister Eric Woerth sagte am Dienstag in einem Fernsehinterview, dass sich die Neuverschuldung im vergangenen Jahr auf rund 3,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts belaufen und damit die von der EU erlaubte Obergrenze von drei Prozent überschritten habe. Für das laufende Jahr rechne er weiterhin mit 5,6 Prozent.

Frankreich hat wie viele andere Staaten Mrd. von Euro in das krisengeschüttelte Bankensystem und in Konjunkturprogramme gepumpt und dadurch seine Verschuldung in die Höhe getrieben.

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